Der Renée-Sintenis-Platz um die Handjery- und Schmargendorfer Straße in Friedenau ist ein Idyll mit Gründerzeit- und Jugendstilaltbauten. Nur ganz wenige Neubauten unterbrechen das Ensemble. Benannt ist der Platz nach der Bildhauerin und Grafikerin, die jahrzehntelang in Berlin lebte. An diesem Platz erwartet das Nachbarschaftsrestaurant „Glühwurm“ seit mittlerweile 14 Jahren seine Gäste mit schwäbischer Küche. Es gibt 70 Terrassenplätze in einem heimeligen Vorgarten mit wunderschönen schmiedeeisernen Gittern. Der Schankraum mit vielen Fenstern fasst rund 40 Personen.

Die Küche ist zu 90 Prozent schwäbisch. Diese erfreulich preiswerten Gerichte sind absolut zu empfehlen. An erster Stelle sind die Maultaschen zu nennen, die sowohl mit als auch ohne Fleisch hausgemacht sind und hervorragend schmecken. Zum Beispiel in einer herrlich kräftigen Rinderbrühe mit kleiner Gemüseeinlage (4,10 Euro). Die Maultäschle gibt es auch als Professorenvesper, mit Tomaten und Eiern überbacken (7,70 Euro) oder als Spinatwachtel, mit Bratensoße, Rahmspinat und Spiegelei (8,50 Euro).

Apropos Bratensoße: Die wird hier auch selbst gemacht, und zwar in gigantischen Mengen. Denn die köstlichen, vom Brett geschabten Spätzle nehmen pfützenweise davon auf. Zum Beispiel beim zarten Schweinebraten, der neben den Spätzle auch noch von einer mächtigen Portion schwäbischem Kartoffelsalat, lauwarm mit Gurkenscheiben, begleitet wird (9,90 Euro). Wahrlich nichts für Weight Watcher, aber ein Genuss. Dazu trinkt man Weinviertele, vorzugsweise Trollinger, Lemberger oder eine Cuvée von beidem, um 4,10 Euro der Viertelliter. Schwäbische Fassbiere und noch günstigeren Mittagstisch gibt’s auch – fast paradiesisch.

Glühwurm Handjerystraße 77, Friedenau, Tel. 85 10 25 98, täglich 12–24 Uhr, www.restaurant-gluehwurm.de