Mario Livoreka ist das, was man in Berlin einen Promi-Italiener nennt. Seine Karriere ist beachtlich. Als Gastarbeiterkind kam er von Wolfsburg nach Berlin, wo er im Lokal seines Onkels an der Leibnitzstraße aushalf, zuerst als Tellerwäscher, dann als Kellner. Anfang 2000 machte er sich mit dem „Ristorante Mario“ am Südwestkorso in Friedenau selbstständig, und bald auch einen Namen.

Anschließend ging es in die Fasanenstraße. Prominente wie Thomas Gottschalk oder Sami Khedira schätzten die berühmten Scampi, Kalbskotelett oder Leber in Butter-Salbei-Soße. Nach einem kurzen Intermezzo mit dem „The Eats“, das im Fiasko endete, hat er nun mit dem „Culaccino“ einen neuen Standort am Fasanenplatz gefunden. Der Name bedeutet Wasserfleck vom Weinglas. Er sagt, hier habe er sein Domizil für das Altwerden geschaffen. Mit einem zeitlos eleganten Ambiente, cremefarbenen Wänden, wunderschönen, riesigen Blumenbuketts und dem obligatorischen gestärkten Weiß. Attraktion im Sommer ist die große, Ahorn-beschattete Terrasse.

Kulinarisch ist sich Livoreka treu geblieben, Seezunge oder die berühmten Scampis, um 30 Euro, finden sich auf der Karte, auch Penne mit hausgemachter Salsiccia und Kichererbsen für 13 Euro. Auch die Tagliolini sind hausgemacht, es gibt sie mit Lachs oder Filetstreifen, um zwölf Euro. Zum Start gibt es ausgezeichnete, pikant eingelegte Kalamata-Oliven und Ciabatta. Unter der Woche mittags ist ein Menü mit Suppe und Hauptgang im Angebot, für moderate zehn Euro, inklusive Kaffee. Beim Besuch war die Pfifferlingcreme aus, stattdessen gab es einen frischen kleinen Salat. Die Spaghetti mit Speck waren perfekt al dente mit leicht scharfem Tomatensugo. So kann es was werden mit dem Alterssitz.

Culaccino Fasanenstraße 40, Wilmersdorf, Tel. 88 92 89 33, Di.-So. 12 23 Uhr, www.culaccino-berlin.de

fmr