Wie ein kleines gallisches Dorf wirken die Heckmann-Höfe inmitten des Touristen-Trubels auf der Oranienburger Straße. Die Bonbonmacherei, ein paar Modeboutiquen und das kleine Galli-Theater gedeihen dort in fast idyllischer Ruhe. Und ein Ort versprüht mediterranes Flair wie auf einer autofreien Piazza: das Garda. Pizzeria und Ristorante in einem, kommt Italien drinnen mit rot-weiß-karierten Tischdecken daher. Draußen stehen unter Sonnenschirmen an die zwei Dutzend Tische. Die sind fast voll belegt.

Der Chef des familiengeführten Restaurants, jung, freundlich und höflich wie das gesamte Team, arbeitet mit im Service. Die Karte bietet die gewohnten Standards von Carpaccio di Manzo (11 Euro) über Penne Arrabiata (10,50 Euro) bis zu Scampi all’Aglio (25,50 Euro). Etwas ausgefallener die Tageskarte, auf der sich etwa Pappardelle mit Pulpo und Scampi (14 Euro) oder mit Bisonfleisch gefüllte Tortellini (15,50 Euro) befinden sowie eine Pizza mit Babycalamaretti und Ruccola (13,50 Euro).

Die macht neugierig. Preislich okay ist der Lunch (12–15 Uhr), Salat, Pasta oder Pizza mit einem alkoholfreien Getränk oder Espresso für 11 Euro. Unser kleiner gemischter Salat (4 Euro) dürfte ruhig etwas feiner geschnitten sein, und das Balsamico-Topping ist eigentlich out. Dafür sind die kleinen Tomaten aromatisch. Die Pizza ist schön: dünner, knuspriger Teig, saftiger Tomaten-Mozzarella-Grundbelag und darauf, wenn auch nicht in üppiger Anzahl, die Mini-Tintenfische. Zusammen mit einem Glas Wein ein Stück Dolce Vita mitten in Berlin.

Ristorante Garda Oranienburger Str. 32, Heckmann-Höfe, Mitte, tägl. 12–23 Uhr, Tel. 27 58 11 85, www.garda-berlin.de