Das mitten in der Zuckerbäcker-Architektur der Karl-Marx-Allee eine Seerose blüht, mag man kaum glauben. Aber in einem zurückgesetzten Gebäuderiegel, unweit des Kosmos-Kinos, steht es Rosarot auf Weiß. „Waterlily“, übersetzt Seerose, so nennt sich ein vietnamesisches Restaurant. Ein netter junger Mann bringt die Karte. Die liest sich gut: leichte Küche, kein Glutamat, auf Wunsch glutenfrei.
Es gibt die üblichen, über die vietnamesichen Landesgrenzen hinausgehenden Verdächtigen, angefangen von Frühlingsrollen (3 St./3–3,50 Euro) über Yakitori-Spieße (4 St./4,50 Euro) bis zu Reisnudeln mit diversen Beigaben (6,90 bis 10,90 Euro) und Currys (6,90–10,90 Euro). Dazu allerlei Spezialitäten aus Vietnam: vietnamesische Nationalsuppe mit Tofu, Sojafleisch, Huhn oder Rind (6,90–8,90 Euro) oder traditionell geschmortes Rotbarschfilet (9,90 Euro).
Bei vielen Gerichten hat der Gast die Wahl: vegetarisch, vegan, mit Tofu, Sojafleisch, Huhn, Rind, Ente oder Meeresfrüchten. Einen schönen Start beschert der Tee. Zitronengras-Ingwer oder Orange-Ingwer (je 2,50 Euro) wird dampfend und mit Aroma gebenden Fruchtstücken serviert. Das gegrillte, in Betelblätter eingewickelte Rindfleisch auf Reisnudeln mit Salat (8,90 Euro) entpuppt sich ob des Fleisches als spannendes Geschmackserlebnis. Die anderen Zutaten nehmen sich dagegen normal aus. Das gilt auch für den Seetangsalat mit Tomaten, Gurken, Salat und hausgemachtem Dressing. Bei den Portionsgrößen legt sich die Küche ordentlich ins Zeug, so dass die Seerose als Vietnamese für alle Tage eine passable Anlaufstelle ist.
Waterlily Karl-Marx-Allee 113, Friedrichshain, Mo. 18–22.30 Uhr, Di.–Fr. 12–22.30 Uhr, Sbd. 17–22.30 Uhr, So. 12–22.30 Uhr, Tel. 31 17 25 52, www.waterlily-berlin.de





