Für das Wohl der Gäste zeichnet Oma Augusta verantwortlich. Ihren Enkel, Sébastien Gorius, hat sie für die französische Küche begeistert und ihm viele ihrer Geheimrezepte beigebracht. Zum Dank hat der Inhaber der Cantine d’Augusta sein kleines Restaurant in Schöneberg nach der Großmutter benannt. Platzangst sollten Gäste, die das winzige Bistro mit Ziegelwänden und urigen Holzmöbeln betreten, nicht mitbringen. Nur die lange Tafel im Hinterraum bietet etwas Bewegungsfreiheit. Die wackeligen Zweier-Tische hingegen sind so knapp bemessen, dass die Schieferplatten, auf denen die Cantine den Lunch serviert, sowie Wasser- und Weingläser schon sehr exakt platziert werden müssen.

Zum Mittagsmenu kann der Gast „Soupshot“, Plat du Jour, Mineralwasser oder Chardonnay bzw. Côtes du Rhone (je 0,1 l) sowie Espresso oder Café Americano für sagenhafte 8,50 Euro ordern. Alternativ ersetzt er den Plat du Jour durch Tartine, Quiche oder Salat Comté (6,50 Euro). Der Soupshot ist tatsächlich nicht viel mehr als ein Schuss Suppe, abgefüllt in ein Glas, klein, aber fein, gekocht aus Kohl und Zwiebeln, pikant gewürzt. Die nicht besonders typische Plat du Jour mit Poulet und deutlich zu weichen Tagliatelle sowie Karotten und Blumenkohl überzeugt weniger. Mit den typisch französischen Speisen wie Käsetellern, Charcuterie, Quiche sowie Tartine ist man in der Cantine d’Augusta hingegen auf der sicheren Seite.

Der Spezialist für Käse, den ausschließlich ein Händler aus Grenoble liefert, serviert zudem diverse Fondue-Gerichte und Raclette, verleiht Original-Raclettegeräte und verkauft Wein, Cidre, Pasteten und natürlich – Käse.

La Cantine Augusta Langenscheidtstraße 6A, Schöneberg, Tel. 96 59 76 17, Mo. 12-22 Uhr, Di.-Do. 10-23 Uhr, Fr./Sbd. 10-24 Uhr, So. 10-18 Uhr