Noch nicht lange aufgemacht, und schon ist das „Il Passetto“ am Pichelssee jeden Abend gut besucht. Was auch daran liegen mag, dass die gastronomische Auswahl in diesem zu Spandau gehörenden Ortsteil nicht gerade riesig ist.
Die Gäste betreten einen nüchtern eingerichteten Italiener, in dem die Lautstärke möglicherweise landestypisch ist, für Gespräche am Vierertisch allerdings etwas störend. Es scheint sich um einen Familienbetrieb zu handeln, Vater, Mutter und zwei Kinder, die alle im Service arbeiten. Der war freundlich und zuvorkommend, bei dem knallvollen Gastraum ging allerdings teilweise die Übersicht verloren. Einmal wurden zwei Teller als offensichtlich falsche Bestellung zurück in die Küche getragen.
Lecker war die Oliventapanade zum Weißbrot, dazu schmeckte ein offener roter Primitivo, acht Euro der halbe Liter. Preiswert war die große Flasche Wasser zu fünf Euro. Beim Essen ließ das „Il Passetto“, zu Deutsch „kleiner Pfad“, leider nach. Das Thunfischtartar mit roten Zwiebeln, Kapern und Oliven war unspektakulär angemacht, beim Meeresfrüchtesalat fehlte sogar jede Würzung. Die musste dann am Tisch mit Zitrone, Salz und Pfeffer nachgeholt werden, beides 9,50 Euro.
Auch die Pizzen haben wir schon krosser, größer und besser belegt gegessen, weder die Frutti di Mare noch die mit Champignons und Spinat, zehn und acht Euro, überzeugten. Und dann fehlte den angeblich gebratenen Calamari „Alla Livornese“ der Biss. Gut war lediglich die Tomatensoße, aber für 14,50 Euro ist das zu wenig.
Vielleicht haben wir einen schwachen Tag der Küche erwischt. Wir probieren es noch mal bei guten Wetter, wenn wir einen Platz auf der sensationell mit Blick auf die Scharfe Lanke gelegenen Terrasse ergattern.
Il Passetto Am Pichelssee, Wilhelmstadt, Tel. 301 68 95, Di.-So. 11-24 Uhr, www.ilpassetto.de
Bewertung
Geschmack
Ambiente
Service
Pre is/Leistung
Gesamt
Höchstwertung:
fmr





