Man könnte lange von dem geschmeidigen Teig schwärmen. Dann aber bliebe nicht genug Zeit für die saftigen Füllungen: Sauerkraut und Pilze, Rote Bete, Ziegenkäse und Kapern, Pute, getrocknete Tomaten und Feta, Kartoffeln, Hüttenkäse und Parmesan. Die „normale“ Portion umfasst sieben Piroggen nach Wahl (5,90 Euro). Mit der Eröffnung seines „tak tak – polish deli“ hat Karol Kasierski alles richtig gemacht.
Unter der Fotowand zieht sich, ebenso wie vor dem Fenster, ein langes Holzbrett als Fisch entlang. Zudem kann man in der Mitte des Raumes an einer ebenfalls langen und hohen Tafel Platz nehmen. Oder dort warten, wird doch auch Take-away offeriert. Der Bestelltresen ist gleichzeitig die Zubereitungsstation. Die frischen, gefüllten Piroggen werden kurz gedämpft und dann in hübschen Porzellanschalen mit Schmand, Röstzwiebeln und einer Gurke, nach guter Sitte milchsauer vergoren, angerichtet.
Natürlich gibt es auch das polnische Nationalgericht Bigos (6,40 Euro), einen Eintopf mit Fleisch, Kraut und Pilzen. Der aber ist so beliebt, dass er an diesem frühen Abend bereits ausverkauft ist. Für Getränke bedient man sich selber am Kühlschrank. Einer Eingebung folgend wird eine Rote-Bete-Suppe bestellt. Warm, klar und in einem 0,2 Liter-Glas gereicht, wird bereits beim ersten Schluck klar, dass sie ein perfektes Getränk ist und man andere Softdrinks darüber vergisst. Die Piroggen gibt es auch in der süßen, aber nicht übersüßten Variante, drei Stück für 3,30 Euro. Gefüllt sind sie mit gesüßtem Frischkäse. Dazu gibt es wahlweise warmes Apfelmus oder Rote Grütze.
Diese junge, zeitgemäße Interpretation der sonst schweren polnischen Hausmannskost lässt sich mit einem Wort beschreiben: Soulfood, begleitet von einem „tak tak“, also „ja ja“.
tak tak Brunnenstr. 5, Mitte, Tel. 0151-4043 26 18, www.taktak-polishdeli.de, tägl. 12–22 Uhr geöffnet
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