Obelix könnte sich nicht besser fühlen. Selbst die halbe Portion Rippchen fällt ordentlich aus, das Fleisch ist butterzart. Im Chicago Williams BBQ, das sich selber „seriöse Grillerei seit 2012“ nennt, ist Fleisch Programm. Davon zeugen bereits die lehrbuchhaften Wandzeichnungen eines glücklichen Rindes und Schweines, im Ganzen, als „Retail Cut“ oder „Whole Sale Cut“ zerlegt. Marinierte und auf Niedrigtemperatur gegarte Rippchen vom Jungschwein, krosses BBQ-Huhn, einfach und gut, das ist das Chi Chi-freie Konzept vor allem für jungszenige Restaurantgänger.

Wer das Restaurant, das auch gut eine Szene-Raststätte sein könnte, betritt, wird am rot gefliesten Tresen freundlich von jungen Männern begrüßt. Nicht nur verbal, sondern mit einem Schlag Suppe - diesmal ein pikantes Maissüppchen, serviert im kleinen Pappbecher. „Kommt erst mal an“, heißt es, bevor es zu einem der rustikalen und auf geselliges Zusammensitzen getrimmten Holztische geht.

Die Speise- und Getränkekarte mit Fokus auf Frozen-Drinks und Bieren aus kleinen, bayerischen Brauereien hängt als Wandtafel über dem Tresen. Dort wird auch bestellt. Besteck in tönernen Bierkrügen, eine Küchenrolle dient als Serviettenersatz und zwei Tomaten- und Barbecue-Saucen stehen bereits auf den Tischen. Zum Fleisch – Krönung sind die Meatplatters, sprich Fleischplatten, für zwei bis vier Personen (25–50 Euro) – oder auch zu Pulled Pork, Pastrami und anderen Sandwiches kann man Beilagen (kleine Portion 3,50 Euro, große 6 Euro) ordern: Coleslow, Baked Beans, Mesh & Gravy oder Makkaroni mit Käse. Essen mit den Fingern ist erlaubt.

bli