Früher eine Musikkneipe, hat sich das Lokal zum Restaurant Butterhandlung mit mediterraner Küche gewandelt. Beim Besuch waren die Geschlechterrollen klar verteilt: Vier junge Frauen servierten, drei junge Männer kochten. Der Blick in die Küche offenbarte auch, dass die Gerichte hier frisch zubereitet werden.

Das macht sich bei vollem Haus bei der Wartezeit aufs Essen bemerkbar, aber die wird angenehm mit sehr gutem, selbst gebackenem Brot überbrückt. Man sitzt an dunklen, rohen Holztischen in einem von den 1950er Jahren inspirierten Ambiente, das man heute Vintage nennt. In den etwas verschachtelt wirkenden Räumen stehen etwa 50 Sitzplätze zur Verfügung..

Rechts neben dem Eingang liest man an der Wand das Angebot an Tagesgerichten, überwiegend Pasta, die in der Butterhandlung teilweise selbst gemacht ist. Sehr erfreulich ist das Angebot, die meisten Speisen als halbe und ganze Portion bestellen zu können. Auch Eltern können sparen: alle Kinderteller kosten fünf Euro.

Ordentliche Hausweine, ein Roter aus der Toskana und ein Weißer aus dem Friaul, sind für 3,50 Euro das 0,2l-Glas kiezgerecht gepreist. Erwähnenswert noch ein tschechisches Staropramen-Pils vom Fass, 2,50 Euro für 0,3l.

Die Bedienungen waren allesamt freundlich und aufmerksam, keine Selbstverständlichkeit in einem vollen Restaurant. Das geschmacklich einwandfreie Tagesgericht mit hausgemachten Pfifferling-Tagliolini hätte ein paar Nudeln mehr vertragen können, 8,50 Euro die kleine Portion. Ohne Tadel war die saftige Maispoulardenbrust auf Pilzrisotto mit gegrilltem Gemüse zu 12,50 Euro.

Butterhandlung Scharnweberstr. 54, Friedrichshain, tägl. 9–23 Uhr, separate Bar mit Bühne bis 2 Uhr, www.butterhandlung.de

fmr