Mehr Tacos essen! Diese Losung prangt groß und deutlich unter den Fenstern des Maria Bonita, hinter denen Gäste sitzen. Berlins „First Authentic Mexican Restaurant“ will man sein, was man getrost als das übliche Umsichwerfen mit kaum nachprüfbaren Superlativen übergehen darf.
Aber ob nun erster oder bester Mexikaner oder nicht, authentisch ist das Maria Bonita auf jeden Fall. Was so viel heißt, dass Tacos, Quesadillas und Burritos das Fundament der Speisekarte darstellen. Also große Maischips, Weizenmehl- und Maistortillas, die mit kalorienreichen und pikanten Beilagen und Füllungen serviert werden.
Als Starter empfehlen sich unbedingt und klassisch mexikanisch ein paar knusprige hausgemachte Maischips mit Guacamole (3 Euro). Die mit Tomaten, Zwiebeln, Koriander und Limone angemachte Avocadocreme schmeckt exzeptionell gut. Die Quesadilla de Pollo Especial mit in Chipotle-Sauce gedünstetem Hühnchen (7 Euro) müsste dagegen etwas feuriger sein, aber vielleicht hat man sich dem mitteleuropäischen Geschmack schon angepasst. Die zügig zubereiteten krossen Dreiecke machen auf jeden Fall satt.
Authentisch wirkt das Maria Bonita nicht zuletzt, weil man von Barhockern aus dem Koch über die Schulter schaut und das Essen an schmalen Tresen und aus Emaillegeschirr konsumiert. In Mexiko heißt auch so ein Ort „Restaurant“, in Berlin würde man eher von einem Imbiss sprechen. Aus dem großen Einerlei, für das die Imbiss-Sparte steht, hebt sich das Maria Bonita aber ab. Es gibt nicht viele Läden in diesem Segment, die gekonnt eine kulinarisch interessante Nische besetzen.
Maria Bonita, Danziger Straße 33, Prenzlauer Berg, www.mariabonitaberlin.wordpress.com, Mo. bis Sbd. 12 – 23 Uhr, So. 12 – 22 Uhr
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