Das Berliner Gutscheinportal Daily Deal verdient erstmals Geld. Wie das 2009 gegründete Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sei im Oktober die Gewinnschwelle erreicht worden. Für 2015 erwarten die Gründer Fabian und Ferry Heilemann einen Jahresüberschuss. Der Umsatz soll zwischen fünf und zehn Prozent wachsen. Details wurden nicht genannt.
Damit zahlt sich der harte Sanierungskurs aus, den die Brüder nach dem Rückkauf von Google eingeschlagen haben. Der Suchmaschinenkonzern hatte Daily Deal 2011 von den Gründern für angeblich mehr als 100 Millionen Dollar übernommen, mangels Erfolgsaussichten Anfang 2013 an die Gründer aber zurückverkauft. Seitdem haben die Heilemanns mehr als zwei Drittel der Arbeitsplätze gestrichen, Ableger verkauft oder geschlossen.
Heute arbeiten nach Firmenangaben noch 60 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich für das Unternehmen. „Der Rückkauf mit dem anschließenden Umbau und der aufwändigen Optimierung in zahlreichen Unternehmensbereichen über die letzten 20 Monate haben sich ausgezahlt.“, sagte Fabian Heilemann.
Der in Vergangenheit stark gewachsene Markt für Internetschnäppchen hatte den Rabattportalen zuletzt wenig Freude bereitet. Auch der große Wettbewerber Groupon schrumpft sich gesund. Gewerbetreibende können bei den Portalen Rabattcoupons anbieten.
Daily Deal gehört mittlerweile zur Unternehmensgruppe Sky & Sand, in der die Heilemann-Brüder ihre Beteiligungen bündeln, darunter auch Pepperbill, ein Kassensystem für die Gastronomie. gri





