Das Berliner Online-Auktionshaus Auctionata hat von Investoren 30 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) erhalten. Das Unternehmen will mit dem Geld seine weltweiten Aktivitäten massiv ausbauen, ab November sollen unter anderem Auktionen live aus New York übertragen werden.

Auf dem Aktionsportal wird Kunst, Antiquitäten und anderen Sammlerobjekte meistbietend versteigert. Die klassische Saalauktion eines Auktionshauses wird dabei ins Internet gebracht hat. Aus dem eigenen TV-Studio werden mehrmals wöchentlich Online-Live-Auktionen in die ganze Welt übertragen.

Darüber hinaus ist das Unternehmen im Kunsthandel aktiv; der Kunsthandel macht rund ein Drittel des Umsatzes aus. Im ersten Quartal hat das Unternehmen 17 Live-Auktionen durchgeführt, dabei sei ein Nettoumsatz von 4,6 Millionen Euro erzielt worden.

1,8 Millionen Euro für Egon Schieles „Liegende Frau“

Mittlerweile zählt das 2012 gegründete Auctionata nach eigenen 75.000 Kunden aus über 100 Ländern sowie 500.000 Webseiten-Besucher pro Monat und hält mit Egon Schieles „Liegender Frau“ den Weltrekord (verkauft für 1,8 Millionen Euro) für ein online versteigertes Werk der bildenden Kunst.

„Wir sind stolz darauf, dass sich Auctionata in weniger als einem Jahr seit dem Start der Live Streaming Auktionen am Kunst- und Auktionsmarkt etablieren konnte“, sagte Unternehmenschef Alexander Zacke.

Einschließlich der neuen Finanzierungsrunde haben Investoren mehr als 52 Millionen Dollar in das Kunstportal gesteckt. Zu den Geldgebern zählen unter anderem Holtzbrinck, e.ventures und Earlybird. „Das Commitment der bestehenden Investoren zeigt einmal mehr, wie viel Vertrauen Auctionata bei den Kunden im Markt bereits aufgebaut hat und wie erfolgreich das Geschäftsmodell der Live Streaming Auktion im Internet ist“, so Christian Nagel, Partner des Investors Earlybird.

gri