Stylemarks, das Anfang Juni als Marktplatz für Vintage, Fashion- und Design-Produkte an den Start gegangene Unternehmen, schlägt neue Wege ein und konzentriert sich nun auf junge Designer. Das Start-up begründet die Wende um 180 Grad mit der „starken Nachfrage durch die Labels“ und will weiter ein „Ort für einzigartige Produkte“ sein. Mainstream-Labels bleiben ein Tabu.
„Mit dem neuen Modell können wir noch stärker Einfluss auf das Erscheinungsbild des Marktplatz und dessen Produkte nehmen und so unseren Kunden die angesagtesten Jungmarken aus ganz Europa vorstellen.“, erklärt Oliver Bronner, Gründer und CEO von stylemarks.
Die Gründer wollen weg vom herkömmlichen E-Commerce. Stattdessen legen sie ihren Fokus auf das Entdecken und die Inspiration. Dazu haben sie eine soziale Netzwerk-Komponente an die Plattform angebunden. Nutzer können Labels oder anderen Nutzern, deren Stil sie schätzen, folgen und sehen dadurch, welche Produkte gerade auf Stylemarks geliked, geteilt und verkauft werden.
Plattform für junge Mode-Label
Bislang hat Stylemarks nach eigenen Angaben 100 Labels für seinen Marktplatz gewonnen. Erdem Keles vom Label Lobster & Lemonade sagt stellvertretend für andere: „Stylemarks bietet jungen Unternehmen wie uns die Möglichkeit ihre Produkte auf nationaler Ebene zu präsentieren und einem großen Publikum anzubieten.“ Und Julia Mülling von Medée-Atelier, einem Lübecker Label für handgemachten Schmuck, findet: .„Der Aufbau und die Gestaltung des Shopsystems spricht besonders junge und trendbewusste Menschen an.“
Neu bei Stylemarks sind Flash Sales. Das sind zeitlich befristete Verkaufsaktionen. Dabei werden Produkte ausgewählter Designer für 3 bis 4 Tage zu reduzierten Einstiegspreisen angeboten. Die New Yorker Designplattform Fab mit einem Sitz auch in Berlin ist mit diesem Konzept groß geworden, hat es aber vor wenigen Wochen über Bord geworfen.
In diesem Zusammenhang hat Fab in Berlin 100 Angestellte entlassen. Ein Grund dürfte der hohe logistische Aufwand für solche Aktionen gewesen sein. Stylemarks hingegen sieht Flashsales als „eine lukrative Nische“ mit großem Wachstumspotential, wie Stefan Decker, Mitgründer und Marketing-Chef von Stylemarks, sagt.
Auch Views bietet aktuelle Berliner Mode
Stylemarks ist nicht die einzige Internet-Plattform für aufstrebende Modelabel in Berlin. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das Start-up Views. Diese Gründer setzen aber noch einen weiteren Akzent, indem sie ihre Plattform zu einem Inventursystem für Boutiquen ausbauen wollen.
Stylmarks ist ein Start-up, das aus dem Accelerator Hubraum der Deutschen Telekom hervorgegangen ist.





