Mobile Bezahldienste

Bezahldienst SumUp expandiert nach Russland

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: sumup

Das Berliner Start-up SumUp geht auf Expansionskurs. Das Unternehmen verbündet sich mit der russischen Svyaznoy-Gruppe, die das mobile Bezahlsystem auch selbst einsetzen will

Der Berliner Dienstleister SumUp, der Kartenzahlungen per Smartphone ermöglicht, steigt in den russischen Markt ein. „Es ist ein schnell wachsender Markt, an dem wir teilhaben wollen“, sagte Mitgründer Stefan Jeschonnek. Für den am Mittwoch angekündigten Markteintritt ging SumUp eine Partnerschaft mit der russischen Svyaznoy-Gruppe, die eine der größten Mobilfunk-Ketten des Landes betreibt, ein. Sie wird die einsteckbaren Kartenleser in ihren rund 3000 Filialen vertreiben und dort auch selbst für den Zahlungsverkehr einsetzen. Außerdem kümmert sich der Svyaznoy-Konzern, zu dem eine große Bank gehört, um die Abwicklung der Zahlungen.

„In Russland zu starten ist nicht so leicht, wie in anderen Ländern“, räumte Jeschonnek unter anderem mit Blick auf die Regulierungs-Anforderungen ein. SumUp habe an dem Projekt lange gearbeitet. Damit ist die Berliner Firma in elf Ländern aktiv.

In Russland werde vor allem in den Städten immer häufiger mit Karte bezahlt, pro Jahr gebe es ein Wachstum von rund 20 Prozent, sagte Jeschonnek. SumUp habe eine große Nachfrage festgestellt. Ein Argument sei die Sicherheit, weil Händler mit Kartenzahlungen weniger Bargeld bei sich haben müssten.

SumUp passt Kartenleser für russischen Markt an

Das SumUp-System ermöglicht in Russland das Bezahlen mit Unterschrift, neben Bankkarten werden auch Visa-Kreditkarten akzeptiert. Die Firma setzt auf eine komplette eigene Infrastruktur hinter dem Bezahlsystem und habe dadurch Kontrolle über die Sicherheit, betonte Jeschonnek. Die Kartenleser wurden speziell für den russischen Markt angepasst. Mehr als zehn Mitarbeiter in Moskau kümmern sich unter anderem um den Service für Händler.

Die Berliner Firma ist einer von mehreren Rivalen, die mit Einsteck-Modulen für Smartphones und Tablets auch kleineren Geschäften und Dienstleistern das Annehmen von Kartenzahlungen ermöglichen wollen. Dazu gehören unter anderem das ebenfalls aus Berlin stammende Unternehmen Payleven, das zum Samwer-Inkubator Rocket Internet gehört sowie der skandinavische Anbieter iZettle und das US-Vorbild aller Bezahldienste Square.

( BM/dpa )