Abgeordnetenhaus und Bundesrat: Besuch im Herzen der Demokratie
Die Zeiten: Abgeordnetenhaus und Bundesrat haben am heutigen Sonnabend jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Abgeordnetenhaus: Was tut die Opposition dafür, dass der Berliner Flughafen fertig gebaut wird? Und was macht eigentlich der Parlamentspräsident? Wer mehr über die Akteure der Berliner Politik wissen und ihnen Anregungen geben will, sollte den Tag der offenen Tür des Abgeordnetenhauses besuchen. Präsident Ralf Wieland empfängt die Besucher. Vertreter von SPD, CDU, Grünen, Linke und Piraten stehen für Gespräche bereit. Dazu gibt es Diskussionsrunden und eine Sitzung des Petitionsausschusses zum Thema „Müll im Park – Was tun?“ Der Berliner Datenschützer oder der Rechnungshof sind mit Infoständen vertreten. Vertreter der Partnerstadt Buenos Aires sprechen über Politik in Argentinien. Um 15 Uhr wird Tango getanzt.
Bundesrat: Diese Einrichtung ist weniger bekannt als der Bundestag, spielt aber eine wichtige Rolle beim Verabschieden von Gesetzen und in der Europapolitik. Bundesratspräsident Stephan Weil lädt zum Gespräch. Dazu gibt es Diskussionsrunden von Justiz über Rundfunk bis zu Gesundheit und sogar Fußball. Der Innenminister von Niedersachsen, Boris Pistorius (SPD), diskutiert mit DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock über Fans und Ballsport. Vielleicht lockt das auch ein paar Fußballfreunde an, die für das Pokalfinale nach Berlin gereist sind.
Abgeordnetenhaus Niederkirchnerstraße 5, Tel. 23250 und Bundesrat Leipziger Straße 3-4, Tel. 18 91000. Beide 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei
DFB-Pokalfinale: Feiern im Stadion, in Kneipen und auf Fanfesten
Die Zeit: Anpfiff des DFB-Pokalfinales im Olympiastadion ist um 20 Uhr. Das Stadion öffnet bereits um 17 Uhr.
Fanfest: Für mehr als 500 Euro das Stück wurden die Tickets für das DFB-Pokalendspiel am heutigen Sonnabend zuletzt im Internet angeboten – und das nicht mal für besonders gute Plätze. Wer kein Ticket ergattert hat, kann trotzdem nah am Stadion mitfiebern. Das Spiel wird auf dem Olympischen Platz vor dem Stadion übertragen. Bereits um 14 Uhr startet das Fanfest, der Eintritt ist frei. Besucher sollten gegen Abend mit einer Sperrung wegen Überfüllung rechnen. Auch am Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche steht eine Leinwand. Das Public-Viewing für Dortmund-Fans im Sommergarten Berlin unterm Funkturm ist ausverkauft.
Kneipen: Wer große Ansammlungen von Menschen lieber meidet, findet Mitstreiter in den zahlreichen Sportkneipen. Während sich in der „Dicken Wirtin“ in Charlottenburg (Carmerstraße 9) ebenso Anhänger von Dortmund wie von Bayern treffen, gibt es auch ausgewiesene Vereinskneipen. Für Dortmund-Fans etwa die Kreuzberger „Milchbar“ (Manteuffelstraße 41), für Bayernfans beispielsweise das „Wiener Blut“ (Wiener Straße 14). Im Internet bietet www.visitberlin.de eine Auswahl von weiteren Kneipen.
Pokal: Fans können sich am heutigen Sonnabend noch bis 13 Uhr den Original-DFB-Pokal im Roten Rathaus anschauen und fotografieren (Rathausstraße 15).
Alkohol: Auch wenn das Finale nicht als „Risikospiel“ eingestuft wird: Die Polizei ist rund um Stadion und Fanfeste verstärkt im Einsatz. Zudem wird im Stadion nur alkoholfreies Bier, auf dem Fanfest nur leichtes Bier ausgeschenkt.
Velothon: Radrundfahrt durch Berlin und Brandenburg
Die Zeiten: Am Sonntag um 7.45 Uhr starten die Teilnehmer des Jedermann-Rennens für die 60-Kilometer-Strecke, um 9.20 Uhr die 120-Kilometer-Radler.
Die Strecke: Am Potsdamer Platz starten die Teilnehmer der 60 und 120 Kilometer langen Strecken, die über die Straße des 17. Juni über Charlottenburg bis zur Havel führen. Von dort geht es durch Steglitz und Kreuzberg zurück nach Mitte. Die 120-Kilometer-Strecke sieht zusätzlich einen Abstecher über die B101 nach Ludwigsfelde vor. Sehenswürdigkeiten auf der Strecke: Tempelhofer Feld, Regierungsviertel, Schloss Bellevue, Oberbaumbrücke und Siegessäule. Rund 13.000 Teilnehmer werden erwartet.
Anmeldung: Hobby-Radsportler können sich noch bis zum heutigen Sonnabend um 19.30 Uhr für das Jedermann-Rennen anmelden: Am Platz des 18. Juni, gegenüber vom Brandenburger Tor. Anmeldegebühr für Kurzentschlossene: 77 Euro (60-km-Strecke) und 83 Euro (120-km-Strecke). Verpflegung, Umkleiden und medizinische Betreuung sind vor Ort.
Für Kinder: Am Sonnabend startet der Kids-Velothon. Hier geht es um Training für eine sichere Fahrt.
Für Profis: Das Elite-Rennen, das Radprofis vorbehalten ist, startet am Sonntag um 12.40 Uhr am Pariser Platz.
Verkehr: Auf der Karte oben ist zu sehen, wo Autofahrer die Strecke queren können. Auf der Internetseite des Veranstalters informiert eine interaktive Karte über aktuelle Verkehrsbehinderungen.
Velothon, Sonnabend bis Sonntag, Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, www.garmin-velothon-berlin.de
Lange Nacht der Museen in Berlin: 80 Häuser machen mit
Die Zeiten: In Berlin sind Kulturfans an diesem Sonnabend von 18 Uhr bis 2 Uhr wieder zur Langen Nacht der Museen geladen.
Was? Rund 80 Häuser öffnen nachts ihre Türen. Neu dabei sind unter anderem das Trabi Museum, das Museum in der Kulturbrauerei und der „me Collectors Room“ als Ausstellungsfläche für internationale, private Kunstsammlungen. Erstmals findet die Lange Nacht am Vorabend des Internationalen Museumstags statt.
Service: Das Einheitsticket kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro. Kinder bis 12 zahlen nichts. Sechs Shuttle-Bus-Routen verbinden die verschiedenen Ausstellungsorte. Zentraler Treffpunkt mit Infostand und Abendkasse ist der Lustgarten zwischen Museumsinsel und neuem Berliner Schloss.
Das Kulturforum am Potsdamer Platz lädt zu einem großen Tanz-Wettbewerb, auch Gäste können mittanzen. Ein kostenloser Flyer und eine Sonderausgabe des „Museumsjournals“ (4 Euro) geben Auskunft über das Programm (www.lange-nacht-der-museen.de).
S-Bahn: Tag der offenen Tür in der Werkstatt in Erkner
Die Zeiten: Am gesamten Wochenende öffnet die S-Bahn Berlin die Tore der Triebwagenhalle Erkner von 11 bis 18 Uhr.
Anlass: Die Berliner S-Bahn feiert ihren 90. Geburtstag. Im Jahr 1924 fuhr zwischen dem heutigen Nordbahnhof und Bernau die erste planmäßige S-Bahn.
Programm: Besucher erwartet ein detaillierter Einblick in die Technik der alten und neuen S-Bahnen. Wie werden die historischen Züge restauriert? Wie funktionieren Kompressor, Notbremse, Schaltwerk? Techniker stehen Rede und Antwort. Auch die Modelleisenbahn vom Verein für Berlin-Brandenburgische Stadtbahngeschichte Weinbergsweg ist zu besichtigen. In einem Kino laufen Filme über S-Bahnen, ein Programm für Kinder ist angekündigt. Am Sonnabend um 12 Uhr wird ein Zug der neuen Baureihe 481 offiziell getauft. Zeitgleich findet in Erkner ein Stadteilfest statt.
Versteigerung: Nostalgiker können am Sonntag ab 14 Uhr Teile von alten S-Bahnen ersteigern, zum Beispiel Holzbänke.
Tombola: Verlost wird der Titel „Ehren-Triebwagenführer für einen Tag“. Der Gewinner darf einen Tag lang mit dem Zugführer mitfahren. Der Erlös kommt der Aufarbeitung der historischen Baureihe 167 zugute.
Anreise: S-Bahn S 3 Ostkreuz bis Erkner oder Regional-Express RE 1 Stadtbahn.
S-Bahn Berlin, Triebwagenhalle am Bahnhof Erkner, Bahnhofstr. 10. Tel. 03362/7950. Am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Unter Pferden: hinter den Kulissen vom Theater des Westens
Die Zeiten: Am Sonntag, 18. Mai lädt das Haus von 13.30 bis 17.30 Uhr zum „Tag der offenen Tür“.
Das Stück: Erstmals steht im Stage Theater des Westens an der Kantstraße kein Musical, sondern ein Theaterstück auf dem Spielplan. „Gefährten“ erzählt vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, dessen Ausbruch sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, von der Freundschaft zwischen einem englischen Bauernjungen und seinem geliebten Pferd. Herzstück der Inszenierung sind lebensgroße Pferdepuppen.
Das Programm: Es gibt Bühnenrundgänge, Puppenspiel-Workshops, eine Fragerunde und eine Lesung aus Michael Morpurgos Jugendbuch „Gefährten“, das dem Stück zugrunde liegt. Schauspieler Heinz Hoenig schenkt im Hof seine selbst gekochte Steckrübensuppe aus. Ab 16.30 Uhr werden Original-Szenen aus „Gefährten“ aufgeführt.
Höhepunkt: Es sind die Pferdepuppen, die den Blick hinter die Kulissen besonders spannend machen. Die „Handspring Puppet Company“ aus dem südafrikanischen Kapstadt hat in einjähriger Handarbeit diese Puppen aus Leder, Aluminium und Bambus entwickelt. Sie bewegen sich täuschend echt auf der Bühne. Wie das im Detail funktioniert, ist während der Aufführung nicht zu erkennen. Vielleicht löst sich sogar dieses Rätsel: Wie kann ein Pferd aus Leder so täuschend echt mit seinen Ohren wackeln?
Stage Theater des Westens Kantstraße 12, Charlottenburg, Tel. 01805/44 44, 13.30–17.30 Uhr, der Eintritt ist frei





