Modemesse

Bread & Butter sagt Publikumstage im Sommer wieder ab

Die Modemesse Bread & Butter wird auch 2014 nur für Fachbesucher geöffnet sein. Die ursprünglich geplanten Publikumstage mit Konzerten und Events wurden nun wieder gestrichen. Sie waren auch zu teuer.

Foto: Soeren Stache / dpa

Entgegen aller Ankündigungen wird die Modemesse Bread & Butter auch im Sommer nur für Fachbesucher geöffnet sein. Die im Dezember angekündigten Publikumstage im Rahmen der Fashion Week wurden abgesagt. Das geht aus einer Stellungnahme der Veranstalter hervor. Kontroverse Diskussionen hätten zu der Entscheidung geführt. „Die Bandbreite der Reaktionen auf die Ankündigung der Public Days reichte von euphorischer Begeisterung bis hin zur totalen Ablehnung“, gaben die Veranstalter bekannt. Sie würden mit der Absage dem mehrheitlichen Wunsch von Ausstellern und Einzelhandel folgen.

Dabei hatte Bread & Butter-Chef Karl-Heinz Müller so große Pläne für das Event im Sommer: Die Verlängerung der dreitägigen Messe vom 8. bis 10. Juli um weitere zwei „Public Days“ auf dem Tempelhof im Juli war geplant, Konzerte, Modeschauen und andere Events sollten stattfinden. 100.000 private Besucher erwartete Karl-Heinz Müller zu diesem lokalen Großereignis. Die Karten sollten 25 Euro kosten.

Endkonsument bleibt bei Bread & Butter weiterhin draußen

Die Idee, die Fachmesse für die Allgemeinheit zu öffnen, scheint aber weniger ein bloßer Marketing-Gedanke zu sein als der Versuch die „Bread & Butter“ zu retten: Bereits im Januar war es schwierig, die großen Räumlichkeiten des Flughafens Tempelhof mit Fachbesuchern zu füllen, da viele wichtige Label an einer Ausstellung auf Messen nicht mehr interessiert gewesen waren. Der Vertrieb von Waren läuft hauptsächlich über das Internet, der Kontakt mit dem Einzelhandel spielt eine immer geringere Rolle. Der Vertrag mit Tempelhof läuft jedoch noch bis 2019.

Als zeitgemäßen Wandel angepriesen, sollte die strukturelle Veränderung die „Bread & Butter“-Messe von anderen Modemessen abheben. „Diese Idee erschien in der Theorie naheliegend, in der Praxis jedoch stellt sie den Aussteller zusätzlich vor kostenintensive, logistische und organisatorische Herausforderungen“, erklärte die Messe die Absage. Für die Zukunft verspricht Karl-Heinz Müller dennoch weiterhin eine „optimale, zeitgemäße Kommunikations- und Business-Plattform“ für die Aussteller und den Facheinzelhandel. Nur der Endkonsument bleibt eben weiterhin außen vor.

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