Nachdem Jakob Haupt und David Roth bei der letzten Fashion Week den Sage Club an der Heinrich-Heine-Straße in Ausnahmezustand versetzten, hatten sich die beiden Autoren des Männer-Modeblogs "DANDY Diary" in dieser Saison eine ganz besondere Location ausgesucht.
Rund 800 Gäste feierten Montagnacht tief unter der Erde im Bunker an der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg und waren alle - wie die beiden selbst ernannten Mode-Experten es vorgegeben hatten - in schwarz-weißen Outfits in den verrauchten Gewölben des Bunkers gekommen.
Auch in diesem Jahr fand die Party wieder einmal parallel zum Bread&Butter-Opening statt, lockte aber mehr das exzentrischere, ausgefallene Publikum an. Eine Gegenbewegung zur offiziellen Mercedes Benz Fashion Week? Wohlmöglich ein wenig. Zwar stand ihr Event nicht auf dem offiziellen Ablaufplan, jedoch war die Chance, an der Türsteherin - die eigentlich ein Mann war - vorbeizukommen, definitiv eine größere Herausforderung, als in den Tempelhofer Flughafen zu gelangen. Entsprechend unterschiedlich war der Typ Gast im Bunker. Wer nicht ausgefallen genug gekleidet war, hatte an der Tür keine Chance.
Berliner Mode als rebellisches, lautes Spielfeld
"Berlin ist eine Stadt, in der es nicht nur das glamouröse Fashionweek-Zelt braucht, sondern auch etwas Rebellisches, Lautes", so Roth, der natürlich ganz in Schwarz gekleidet, mit einem Fell-Hut auf dem Kopf und Gesichtsbemalung zur Party gekommen war. Sein Partner Jakob Haupt, Ehemann von It-Girl Bonnie Strange, hatte sich sogar dem Motto entsprechend die Haare schwarz färben lassen.
Die beiden jungen Männer, deren Blog nur so vor Provokation strotzt, sehen Mode als eine Art "Spielfeld", wie Roth betont. "Berlin kann so viel mehr. Vielleicht können wir Mode von einer anderen Seite zeigen." Diese ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber die immerhin auffällt - und definitiv zur Hauptstadt passt.





