Berlin ist bekannt für seine Kunstwerke, Galerien und Museen wie das Deutsche Historischen Museum oder das Pergamonmuseum. Die Berliner Morgenpost hat für Sie eine Auswahl der wichtigsten Ausstellungen im Jahr 2013 in der Übersicht zusammengestellt.

Valérie Favre: Selbstmord. Suicide

Vom 8. Juni bis 28. Juli werden im Neuen Berliner Kunstverein zwei umfangreiche Werkgruppen der Schweizer Künstlerin gezeigt. Der Zyklus Selbstmord (2003–2013) porträtiert mit 129 kleinformatigen Gemälden den selbstgewählten Tod, teils auf realen Gegebenheiten beruhend, teils fiktiv.

In einer zweiten Werkgruppe werden Stillleben eines Blumenarrangements gezeigt. Favre malte diese drei Monate lang in Vorbereitung auf ihre Ausstellung.

Di–So 12-18 Uhr, Do 12-20 Uhr im Neuen Berliner Kunstverein, Chausseestrasse 128/129, freier Eintritt

Imran Qureshi in der Deutsche Bank Kunsthalle

Bis 4. August ist in der Deutsche Bank Kunsthalle eine Ausstellung über den "Künstler des Jahres 2013", Imran Qureshi, zu sehen. Es ist die erste Einzelschau des bedeutenden Vertreters der Kunstszene Pakistans in Europa. In seinen Bildern und Installationen verbindet Qureshi die islamische Kunstform der Miniaturmalerei mit Ansätzen und Elementen aktueller, abstrakter Malerei.

Deutsche Bank Kunsthalle, Unter den Linden 13, Eintritt vier Euro (ermäßigt 3 Euro)

Im Licht von Amarna - 100 Jahre Fund der Nofretete

Am 6. Dezember 1912 wurde die Büste der Nofretete gefunden. Das Ägyptische Museum zeigt eine groß angelegte Sonderausstellung zur Amarna-Zeit im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin.

Mo-So von 10-18 Uhr, Do-20 Uhr im Neuen Museum, Bodestraße 1, Eintritt 14 Euro (ermäßigt sieben Euro)

Camera Work rocks

Die eigenkuratierte Ausstellung zeigt vom 8. Juni bis 17. August mit über 100 Fotoarbeiten der bekanntesten Künstler der Welt eine Auswahl an Porträts der einflussreichsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Mit dabei sind über 20 der berühmtesten Fotokünstler wie Richard Avedon, Anton Corbijn oder Annie Leibovitz.

Di-Sa 11-18 Uhr in der Galerie Camera Work, Kantstraße 149, freier Eintritt

Die nackte Wahrheit und anderes - Aktfotografie um 1900

Die Ausstellung "Die nackte Wahrheit und anderes" präsentiert die Vielfalt fotografischer Abbildungen des enthüllten menschlichen Körpers um die Jahrhundertwende. Bis zum 25. August ist die Schau im Museum für Fotografie noch zu sehen.

Di-Mi & Fr-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr im Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, Eintritt zehn Euro (ermäßigt fünf Euro)

„Rund um die Welt“ im Deutschen Historischen Museum

Das Deutsche Historische Museum präsentiert bis zum 1. September die Ausstellung "Rund um die Welt". Es werden Tourismusplakaten von Grafikern wie Ottomar Anton, Ludwig Hohlwein und Donald Brun aus den 1920er und 1930er sowie den 1950er und 1960er Jahren gezeigt.

Mo-So 10–18 Uhr im Deutschen Historischen Museum, Unter den Linden 2, Eintritt acht Euro (ermäßigt vier Euro, bis 18 Jahre frei)

Tempo Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit im Museum für Kommunikation

Den Ursachen für die zunehmende Beschleunigung des Lebensalltags geht die neue Ausstellung „Tempo Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit“ noch bis 1. September im Museum für Kommunikation auf den Grund.

Di 9–20 Uhr, Mi-Fr 9–17 Uhr, Sa & So 10–18 Uhr im Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, Eintritt vier Euro (ermäßigt zwei Euro, frei bis 18 Jahre)

„Die ganze Wahrheit“ im Jüdischen Museum

Mit der Ausstellung "Die ganze Wahrheit" stellt sich das Jüdische Museum diversen Fragen rund um das Judentum. Insgesamt präsentiert die Schau noch bis 1. September 180 Objekte, die einen Einblick in jüdisches Denken, innerjüdische Identitätsfragen und das Verhältnis zur nichtjüdischen Umwelt geben.

Jüdisches Museum, Lindenstraße 9-14, Eintritt sieben Euro (ermäßigt 3,50 Euro)

Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze

Der Grabschatz des Tutanchamun zählt zu den bedeutendsten Entdeckungen der Archäologie. Die Arena Berlin holt den faszinierenden Moment, als Howard Carter 1922 das Pharaonengrab im Tal der Könige entdeckte, in die Gegenwart: Auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern wird die monumentale Nachbildung des Grabschatzes in seiner originalen Fundsituation mitsamt 1.000 Objekten, Grafiken, Filmen und Audio-Guide bis zum 1. September lehrreich, spannend und unterhaltsam vermittelt.
Mo-So 10-18 Uhr in der Arena Berlin, Eichenstraße 4

Katja Strunz: Drehmoment (Viel Zeit, wenig Raum)

Katja Strunz hat für die Berlinische Galerie eine Raumkomposition entworfen, die von zwei monumentalen Metallobjekten dominiert wird. Mit ihr setzt sie das in ihren Werken immer wieder auftauchende Thema des Einfallens und Einfaltens von Zeit und Raum fort und überträgt es auf die Eingangshalle des Museums.

Das erste Objekt, die Tellurische Kontraktion, befindet sich im vorderen Teil der Ausstellungshalle. Im hinteren Teil dominiert ein schwarzes Blechband namens Tellurischer Riemen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. September.

Mi-Mo 10-18 Uhr in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, Eintritt acht Euro (ermäßigt fünf Euro)

„Uruk. 5000 Jahre Megacity“ im Pergamonmuseum

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums deutscher Ausgrabungen im Irak zeigt die Sonderausstellung “Uruk. 5000 Jahre Megacity“ bis 8. September erstmals die gesammelten Funde aus der altorientalischen Welt.

Mo-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr im Pergamonmuseum, Am Kupfergraben 5, Eintritt 14 Euro (ermäßigt sieben Euro)

Antes: Malerei 1958 – 2010 im Martin-Gropius-Bau

Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau vom 14. Juni bis 16. September ist die erste große Einzelausstellung der Gemälde des deutschen Künstlers Horst Antes nach fast zwei Jahrzehnten. Gezeigt wird sein 50 Jahre währendes Schaffen in rund 90 Bildern, Skulpturen, vier „Votiven“ und selbst gestalteten Büchern und Mappen.

Mi-Mo 10-19 Uhr im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Eintritt zehn Euro (ermäßigt sieben Euro, bis 16 Jahre frei)

Tobias Zielony: Fotografien 2008–2013

Vom 21. Juni bis 30. September sind in der Berlinischen Galerie erstmals Fotografien von Tobias Zielony in einer großen Einzelpräsentation zu sehen. Im Mittelpunkt steht sein aktuelles Berliner Projekt.

Daneben ist seine wohl bekannteste Arbeit „Trona“, die 2008 unweit von Los Angeles in einem kleinen Ort am Rande der Wüste entstand, zu sehen. Zielony knüpft mit seinen Porträts von Jugendlichen auf der ganzen Welt an eine dokumentarische Tradition der Fotografie mit sozialem Schwerpunkt an.

Mi-Mo 10-18 Uhr in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, Eintritt acht Euro (ermäßigt fünf Euro)

Die Mauer: Das Asisi Panorama zum geteilten Berlin

Das Panorama über die Berliner Mauer von Yadegar Asisi präsentiert den Alltag in Ost wie West an einem fiktiven Herbsttag in den 1980er Jahren. Es umfasst etwa 15 Meter Höhe, 60 Meter Umfang und ist bis Ende September zu sehen.

Mo-So 10–20 Uhr am Checkpoint Charlie, Eintritt elf Euro (ermäßigt 9,50 Euro, bis 6 Jahre frei)

Hilma af Klint: Eine Pionierin der Abstraktion

Vom 15. Juni 6. Oktober widmet der Hamburger Bahnhof der schwedischen Künstlerin Hilma af Klint eine Ausstellung. Rund 200 Arbeiten bestehend aus ihren wichtigsten abstrakten Werken sowie zahlreichen bislang noch nie ausgestellten Gemälden und Papierarbeiten werden gezeigt. Auch ihre Notizbücher werden vorgestellt.

Di, Mi, Fr 10-18 Uhr, Do 10 -20 Uhr, Sa und So 11-18 Uhr im Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50/51, Eintritt 14 Euro (ermäßigt sieben Euro)

Anish Kapoor im Martin-Gropius-Bau

Für seine erste große Ausstellung in Berlin bespielt Anish Kapoor das gesamte Erdgeschoß des Martin-Gropius-Baus, einschließlich des Lichthofs. Etliche Arbeiten entwirft er eigens für das Haus. Die Schau bietet vom bis 24. November mit etwa 70 Werken auch einen Überblick über das abstrakt-poetische Werk des Turner-Preisträgers von 1982 bis heute.

Mi-Mo 10-19 Uhr im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Eintritt zehn Euro (ermäßigt sieben Euro, bis 16 Jahre frei)

Entwicklungen: 60 Jahre Entdeckung der DNA-Struktur

Kann man ein Haustier klonen? Funktioniert Jurassic Park in echt? Das Naturkundemuseum versucht, diese und andere Fragen zu beantworten, und widmet sich bis zum 31. Dezember der DNA.

Di-Fr 9:30-18:00 Uhr, Sa & So 10-18 Uhr im Naturkundemuseum, Invalidenstraße 43, Eintritt sechs Euro (ermäßigt 3,50 Euro)