Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat strafrechtliche Konsequenzen wegen Verunglimpfung des bei einer Übung in Berlin ums Leben gekommenen Hubschrauberpiloten gefordert. Er hatte Strafanträge gestellt. „Ich hoffe, den ermittelnden Staatsanwaltschaften gelingt es, die noch unbekannten Täter zu identifizieren“, heißt es in der Erklärung Romans.

In zwei Fußballstadien und sozialen Netzwerken habe es ehrabschneidende und beleidigende Transparente oder Kommentare gegeben, begründete die Bundespolizei ihr Vorgehen in Potsdam.

Ein Mannschaftshubschrauber war Mitte März am Olympiastadion aus unbekannter Ursache im Schneetreiben beim Landeanflug auf einen am Boden stehenden Helikopter geprallt. Der 37 Jahre alte Pilot wurde von einem Teil des Rotorblattes getroffen, das durch die Frontscheibe seiner Maschine geschlagen war. Lutz A. war sofort tot. Sieben weitere Insassen der beiden Maschinen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Geprobt wurde der Einsatz gegen Hooligans bei Fußballspielen.

dpa/ap