Anhänger des FC Hansa Rostock haben am Ostersamstag derart im Zug randaliert, dass die Bundespolizei für Begleitung sorgen musste. Die Polizei setzte fünf Hubschrauber ein. Der Einsatz ereignete sich nicht einmal zwei Wochen nach dem Helikopter-Unglück auf dem Berliner Maifeld. Die Bundespolizei hatte hier den Einsatz gegen Hooligans geübt. Nach dem Unglück waren kritische Stimmen laut geworden, ein solcher Hubschraubereinsatz gegen randalierende Fußball-Anhänger sei unrealistisch.

Die Rostock-Fans hatten schon auf der Hinreise für Ärger gesorgt. In Hannover bedrängten einige der Bundespolizei zufolge Einsatzkräfte und behinderten andere Reisende. Sie mussten umgehend die Rückreise antreten, durften also gar nicht erst zu dem Drittligaspiel reisen.

Andere fuhren weiter, rund hundert von ihnen verhielten sich auf der Rückreise aber derart aggressiv, dass die Bundespolizei ihre Hubschrauber einsetzte. Gegen 18.30 Uhr landeten fünf Helikopter auf dem Bahnhofsvorplatz des Bahnhofs Wittenberge und brachten rund 50 Beamte einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit an den Zug von Wittenberge nach Bad Kleinen, in dem sich die 100 Randalierer befanden. Der letzte Abschnitt der Rückreise verlief nach Angaben der Bundespolizei mit den Beamten im Zug dann störungsfrei.

Insgesamt wurden auf Hin- und Rückreise der Rostock-Fans zwei Beamte verletzt. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.