BER

Am Hauptstadtflughafen wird der Ernstfall geprobt

Der Hauptstadtflughafen BER soll am 3. Juni 2012 seinen Betrieb aufnehmen. Doch bis dahin wird erst einmal geübt und mit rund 10.000 Komparsen der Airport-Alltag geprobt – mit all seinen Eventualitäten.

Foto: dpa / dpa/DPA

Vier Monate vor der Eröffnung geht heute (Dienstag) der Probebetrieb am neuen Hauptstadtflughafen in die entscheidende Phase: 260 Freiwillige aus Berlin und Brandenburg testen das Abfertigungsgebäude, von der Ankunft über den Check-In bis zum Flugsteig.

Mehr als 300 Beschäftigte von Behörden wie Zoll und Bundespolizei nehmen die Pioniere in Empfang. Bis zur Eröffnung am 3. Juni sollen nach und nach 10.000 Freiwillige diese Probeläufe mitmachen, immer dienstags und donnerstags.

In den vergangenen Jahren wurden in Sichtweite des alten Flughafens Schönefeld 2,5 Milliarden Euro verbaut. An dem Neubau sollen künftig bis zu 27 Millionen Passagiere pro Jahr starten und landen. Das wären durchschnittlich 74.000 pro Tag – dagegen wirkt der Probebetrieb übersichtlich.

Die neue deutsche Nummer drei hinter Frankfurt und München ersetzt die bestehenden Berliner Flughäfen in Tegel und Schönefeld sowie den geschlossenen Flughafen Tempelhof. Bauherren sind der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg. Derzeit arbeiten täglich mehr als 5000 Arbeiter auf der Baustelle.

Der Probebetrieb hatte schon im November begonnen. Nun kommen die Freiwilligen ins Spiel. Sie hatten sich im vergangenen Jahr als Testpersonen beworben. Geprobt werden sollen auch Notsituationen und Pannen, von Besteck im Handgepäck bis zu doppelt belegten Gates.

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