Fußball-Bundesliga

Lasogga entscheidet sich gegen Hertha und für den HSV

Stürmer Pierre-Michel Lasogga will Berlin endgültig verlassen. Doch bis 2015 steht er in Berlin unter Vertrag. Nun muss sich der HSV mit Hertha über eine Ablöse einigen.

Foto: dpa

Mehr als sechs Monate lag ihm das Angebot vor, nun hat sich Pierre-Michel Lasogga entschieden. Der Stürmer teilte Hertha-Manager Michael Preetz mit, dass er die vorgelegte Vertragsverlängerung in Berlin nicht unterschreiben wird.

Stattdessen informierte Lasogga seinen Arbeitgeber, dass er noch in diesem Sommer zum Hamburger SV wechseln will. Gleichzeitig hinterlegt der HSV sein Interesse, dass der Bundesliga-Konkurrent Lasogga verpflichten will.

Da Lasogga jedoch bis zum Juni 2015 bei Hertha BSC noch unter Vertrag steht, muss sich nun der HSV mit Hertha über eine Ablöse für den Stürmer einigen. Der der Hauptstadt-Klub den Torjäger eigentlich nicht abgeben will, hat Michael Preetz eine klare Hertha-Haltung signalisiert: Lasogga erhält nur eine Freigabe gegen eine zweistellige Millionensumme, also gegen eine Ablöse von zehn Millionen Euro.

Lasogga steht seit Sommer 2010 in Berlin unter Vertrag. Hertha hatte den Stürmer im August 2013 für eine Saison nach Hamburg ausgeliehen. Dort wurde Lasogga mit 13 Toren auf Anhieb Publikumsliebling.

Hertha hatte dem Angreifer einen neuen Kontrakt offeriert. Demnach wäre sein Gehalt mehr als verdoppelt worden auf rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Beim HSV soll Lasogga deutlich mehr verdienen. Manche Quellen wollen von gut drei Millionen Euro wissen. Andere seriöse Quellen berichten von einem Fabel-Jahresgehalt zwischen vier und fünf Millionen Euro.

Lasogga geht mit seiner Entscheidung für den HSV ein Risiko ein. Einigen sich die Vereine bis zum Ende der Transferperiode am 31. August auf keine Ablösesumme, muss der Stürmer zumindest in der Hinserie der Saison 2014/15 in Berlin bleiben. Dort war er bisher Publikumsliebling. Ob das so bleibt, wenn die Fans wissen, dass Lasogga eigentlich lieber für den HSV spielen würde, darf bezweifelt werden.

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