Nach Hungerstreik

Flüchtlinge verbringen Nacht am Breitscheidplatz

Sie hatten auf eine Aufnahme in der Gedächtniskirche gehofft - doch die Gemeinde lehnte die Flüchtlinge ab. Nach Hungerstreik und dem gescheiterten Kirchenasyl sind sie nun am Breitscheidplatz.

Foto: Paul Zinken / dpa

Nach dem Abbruch ihres Hungerstreiks am Berliner Alexanderplatz haben elf Flüchtlinge in der Nacht zum Montag am Breitscheidplatz ausgeharrt. Das sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zuvor war ihr Gesuch um Kirchenasyl am Breitscheidplatz in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche abgelehnt worden. Am 3. Mai waren 14 Afrikaner am Alexanderplatz in den Hungerstreik getreten. Seit dem 7. Mai tranken sie außerdem nichts mehr. Viele von ihnen wurden immer wieder für kurze Behandlungen ins Krankenhaus gebracht. Mit ihrer Aktion wollen die Männer ein Bleiberecht in Deutschland erzwingen.

Weitere Gespräche mit der Gemeinde

Nach der Ablehnung des Asyls in der Gedächtniskirche haben sich Vertreter beider Seiten zu einem Gespräch getroffen. Das teilte eine Unterstützergruppe für die afrikanischen Flüchtlinge am Montagmorgen mit. Ein Ergebnis lag noch nicht vor. Die Flüchtlinge wollen auf einer Pressekonferenz um 14 Uhr über ihre Forderungen informieren.

Elf Männer hatten nach dem Abbruch ihres Hungerstreiks am Alexanderplatz in der Nacht zum Montag vor der Kirche am Breitscheidplatz ausgeharrt. Das sagte ein Polizeisprecher am Montag. Am 3. Mai waren 14 Flüchtlinge am Alexanderplatz in den Hungerstreik getreten. Seit dem 7. Mai tranken sie außerdem nichts mehr. Viele von ihnen wurden immer wieder für kurze Behandlungen ins Krankenhaus gebracht.

Flüchtlinge wollten vor der Kirche bleiben

Am Sonntagabend wollten die Flüchtlinge zunächst vor der Kirche bleiben und dort so lange ausharren, bis Deutschland ihren Forderungen nachkommt und ihnen Asyl gewährt. Die elf Männer waren am Sonntagnachmittag vom Alexanderplatz in kleinen Gruppen zur Kirche gekommen. "Wir mussten aufpassen, dass uns die Polizei dabei nicht sieht", sagte einer der Unterstützer. Denn einige der Flüchtlinge seien akut von einer Abschiebung bedroht. Die Polizei erklärte jedoch, sie habe die Räumung zwar beobachtet, die Flüchtlinge könnten sich frei in der Stadt bewegen.

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.