Hungerstreik

Flüchtlinge demonstrieren vorm Innenministerium in Berlin

Die Flüchtlinge vom Alexanderplatz sind seit Sonnabend im Hungerstreik. Seit Mittwoch trinken sie nichts mehr. Heute wollen sie vor dem Bundesinnenministerium demonstrieren.

Foto: Daniel Naupold / dpa

Mit einer Demonstration vor dem Bundesinnenministerium wollen die hungernden Flüchtlinge vom Berliner Alexanderplatz und ihre Unterstützer am heutigen Freitag ab 14 Uhr auf ihre Situation aufmerksam machen. Die 14 Afrikaner haben ihren am Sonnabend begonnenen Hungerstreik fortgesetzt. Seit Mittwoch trinken sie auch nichts mehr.

13 Flüchtlinge brauchten schon ärztliche Hilfe

Während am Donnerstag 13 Flüchtlinge wegen Schwächeerscheinungen ärztlich behandelt werden mussten, gab es laut Polizei in der Nacht auf Freitag keine Zwischenfälle. Die Demonstration wurde von den Unterstützern der Gruppe angekündigt – aber nach Angaben eines Polizeisprechers nicht angemeldet.

Bereits im Vorfeld hatten die Flüchtlinge darauf hingewiesen, ihr Hungerstreik habe keinerlei zeitliche Begrenzung. " Wir machen so lange weiter, bis unsere Forderungen erfüllt sind. Wir sind bereit zu sterben", sagten einige der Männer am Donnerstag.

Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) fürchtet, es könne am Alexanderplatz eine ähnlich Situation wie beim inzwischen geräumten Flüchtlingscamp am Oranienplatz entstehen. "Wenn wir das zulassen, machen wir uns erpressbar", sagte Kolat.

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