Steuerserie 2014

Die praktische Nichtveranlagungsbescheinigung

Wer nur geringe Einkünfte hat, kann beim Finanzamt beantragen, keine Steuererklärung abgeben zu müssen. Gibt die Behörde dem statt, gilt die Bescheinigung für drei Jahre. Danach ist ein neuer Antrag nötig.

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Steuerzahler, die über geringe Einkünfte verfügen, können in einigen Fällen eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Das ist immer dann möglich, wenn Steuerzahler zum einen nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Und wenn die Einkünfte zum anderen die steuerlichen Freibeträge nicht überschreiten. Diese liegen etwa bei einem Alleinstehenden bei insgesamt 8967 Euro. Dabei berücksichtigen die Finanzämter den Grundfreibetrag (8130 Euro), den Sonderausgaben-Pauschbetrag (36 Euro) sowie den Sparerpauschbetrag (801 Euro).

Eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragen Steuerzahler bei ihrem Finanzamt. Die Bescheinigung legen sie bei ihren Kreditinstituten vor, die ihnen dann Zinsen, Dividenden und Kursgewinne ohne Abzug von Abgeltungsteuer auszahlen. Es lohnt sich jedoch nur, eine solche Bescheinigung zu beantragen, wenn Ihre Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag von 801 Euro (Alleinstehende) oder 1602 Euro (Verheiratete) übersteigen.

Die NV-Bescheinigung gilt in der Regel drei Jahre. Treffen die Voraussetzungen für die NV-Bescheinigung nicht mehr zu, müssen Sie diese zurückgeben. Der Staat hat auch für diesen Fall Kontrollen eingebaut. Seit 2013 melden Kreditinstitute dem Bundeszentralamt für Steuern auch Kapitalerträge, die wegen einer NV-Bescheinigung steuerfrei ausgezahlt wurden.