Steuerserie 2014

In welchen Fällen ein freiwillige Steuererklärung lohnt

Für viele Arbeitnehmer rechnet es sich, eine Steuererklärung zu machen – auch wenn sie nicht dazu verpflichtet sind. Wir zeigen, in welchen Fällen es lohnt.

Wenn Ihre beruflichen Ausgaben wie Fahrten zur Arbeit, Arbeitszimmer oder Fortbildungen den Pauschbetrag von 1000 Euro übersteigen. Das ist bereits der Fall, wenn Ihr Weg zu Arbeit mehr als 15 Kilometer beträgt;

wenn Steuerzahler eine Hilfe im Haushalt oder Handwerker beschäftigt haben. Die Ausgaben können sie anteilig bis zu einem bestimmten Höchstbetrag geltend machen;

wenn die Ausgaben für Sonderausgaben wie Spenden oder Kirchensteuer den Pauschbetrag von 36 Euro für Alleinstehende bzw. 72 Euro für Verheiratete übersteigen;

wenn Sie nicht im gesamten Jahr sozialversicherungspflichtig angestellt waren. In diesem Fall wird im Verlauf des Jahres nur ein Teil des Werbungskostenpauschbetrags berücksichtigt. Dabei steht jedem Steuerzahler der volle Pauschbetrag von 1000 Euro zu;

wenn Sie 2013 geheiratet haben;

wenn Eltern statt Kindergeld die Kinderfreibeträge beantragen wollen. Letztere gewähren die Beamten nur, wenn die Steuerersparnis die Höhe des Kindergeldes übersteigt;

wenn Sie das gesamte Steuerjahr mit Verlust abschließen. In diesem Fall können Steuerzahler die Verluste mit positiven Einkünften im Vorjahr oder im folgenden Jahr verrechnen;

wenn von Kapitalerträgen Abgeltungsteuer einbehalten wurde und Steuerzahler ein zu versteuerndes Einkommen von weniger als 15.500 Euro (Alleinstehende) bzw. 31.000 (Verheiratete) erwirtschaftet haben;

wenn Sie 2013 hohe Krankheits- oder Pflegekosten hatten. Sie können sie als außergewöhnliche Belastungen verrechnen.

wenn Steuerzahler vergessen haben, Freistellungsaufträge bei ihren Kreditinstituten zu stellen. Sie können sich die zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurückzuholen.