Auf dem deutschen Finanzmarkt gibt es viele Banken, deren Tagesgeldkonten mit einem hohen Anfangszins von bis zu 1,25 Prozent für drei oder vier Monate Neukunden locken. Danach sinken die Konditionen allerdings deutlich.

Ausländische Banken bieten gute Zinssätze

Wer aber weiß, dass er für einen längeren Zeitraum sein Geld auf einem Tagesgeldkonto parken kann, sollte lieber auf die Anbieter setzen, deren gute Zinskonditionen uneingeschränkt für Neu- und Bestandskunden gelten. Dazu gehören beispielsweise die maltesische Fimbank, die ihren Kunden eine Rendite von 1,41 % anbietet - somit erhält man bei einer Spareinlage von 10.000 Euro nach zwölf Monaten 140,90 Euro Zinsen ausgezahlt. Das Angebot ist verlockend, sollte aber nur von Verbrauchern ausgewählt werden, die nicht täglich über ihr Geld verfügen wollen. Denn das Tagesgeldkonto der Fimbank bietet diese Kondition nicht an, sodass man von keinem "echten" Tagesgeldkonto sprechen kann.

Tagesgeldkonto mit Depotwechsel

Kunden, die bereits über ein Tagesgeldkonto verfügen, auf dem nicht mehr als 20.000 Euro angelegt sind, sollten einmal über einen Anbieterwechseln nachdenken, denn die Consorsbank bietet aktuell einen Zinssatz von 3,00 % an. Dabei erfolgt die Sonderverzinsung in Höhe von 3,00% p.a. zwölf Monate ab Kontoeröffnung und ist gestaffelt in 2,00 % p.a. für den Depotwechsel und 1,00 % p.a. für die Schließung des alten Depots. Wer somit 10.000 Euro bei dieser Bank anlegt, erhält nach einem Jahr 303,39 Euro Zinsen.

Übrigens: Das abgebende Kreditinstitut darf seinem Kunden für den Depotübertrag gemäß einem Urteil des BGH keine eigenen Gebühren in Rechnung stellen. Die Consorsbank berechnet für den Übertrag grundsätzlich keine eigenen Gebühren.