Praxistermine

Ärzte lassen Patienten nur zwei Tage warten

In den meisten Arztpraxen bekommen Patienten nach zwei Tagen einen Termin. Die Wartezeit hängt vor allem von den Fachärzten ab.

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Die Wartezeit auf einen Arzttermin ist je nach Praxis unterschiedlich lang: Fast jeder zweite Mediziner (44,8 Prozent) gibt in einer von der Koblenzer „Rhein-Zeitung“ veröffentlichten Umfrage an, neue Patienten bekämen bei ihm innerhalb von zwei Tagen einen Termin.

Bis zu einer Woche müssen neue Patienten demnach bei jeder vierten Praxis (25,9 Prozent) warten, in gut jeder fünften Praxis (22,5 Prozent) dauert es länger als eine Woche. Die gesetzlichen Kassen hatten wiederholt beklagt, dass Kassenpatienten zu lange auf einen Termin warten müssten, weil viele Fachärzte Privatpatienten bevorzugten. Für Diskussionen sorgten Pläne von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), bei überlangen Wartezeiten die Gesamtvergütung der Vertragsärzte zu kürzen.

Ob Privat- und Kassenpatienten bei der Terminvergabe unterschiedlich behandelt werden, wurde bei der Umfrage allerdings nicht erhoben. Das auf Abrechnungssysteme für Ärzte und Krankenhäuser spezialisierte Software-Unternehmen CompuGroup befragte für die Studie bundesweit 440 niedergelassene Allgemeinmediziner, Internisten, Gynäkologen und Pädiater.

Von ihnen gab jeder Dritte (34,3 Prozent) an, in der Praxis müssten Patienten nie länger als eine halbe Stunde auf die Behandlung warten. Die übrigen zwei Drittel (62,3 Prozent) wollten das nicht garantieren.