Der gemeinsame Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner und Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Georgia sorgt weiter für Schlagzeilen. Döllner hatte am Samstag den Bau eines eigenen US-Werks angekündigt und damit Trump kurz vor den Midterms ein nicht gerade kleines Wahlkampfgeschenk gemacht. Der Audi-Chef wurde anschließend dafür stark kritisiert – wohl auch von den eigenen Mitarbeiterinnen, wie ein Medienbericht nahelegt.

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So waren etwa unter einem Beitrag im Intranet der Konzernmutter VW zahlreiche Beschäftigte über den Audi-Chef hergezogen. Die Kommentarfunktion unter dem Artikel „Audi plant ersten US-Produktionsstandort in Georgia“ wurde abgeschaltet, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte. Ebenfalls entfernt wurden bereits veröffentlichte Kommentare – dem Vernehmen nach mehr als 200.

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Es handelte sich dem Sprecher zufolge um einen Ausnahmefall. Es sei zwar auch möglich, einzelne Kommentare zu löschen. Die Debatte sei aber so ausgeufert, dass man sich zur vollständigen Abschaltung entschlossen habe. Der Sprecher verwies unter anderem auf persönliche Beleidigungen. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ darüber berichtet. 

Döllner hat seinen Auftritt als im Interesse des Unternehmens verteidigt. Im Rahmen der Gespräche zum Werk in Georgia sei man gebeten worden, „unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen“. Er hat bereits am Wochenende klargemacht, dass man eine solche Einladung nicht ablehne. Das gebiete alleine der Respekt vor dem Amt.

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Die Entscheidung für das Werk mit rund 4.500 Arbeitsplätzen war jedenfalls kein Alleingang. Von der Konzernmutter VW heißt es, deren Chef „Oliver Blume war von Anbeginn in alle Planungen eingebunden“. Darüber hatte zuvor die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

rk/dpa