Gewaltvorfälle gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn haben in der jüngeren Vergangenheit wiederholt für Aufsehen gesorgt. Nun geht die Konzernführung einen weiteren Schritt, um die Sicherheit zu erhöhen. Zugbegleiter sollen zwei Monate lang Bodycams mit Tonaufzeichnung tragen.

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25 Beschäftigte von DB Regio in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland nehmen seit Montag an dem Pilotprojekt teil, wie ein Sprecher mitteilte. Die Audiofunktion soll bei Konflikten mit Fahrgästen mögliche Übergriffe dokumentieren. Über das Pilotprojekt hatte zuvor der SWR berichtet.

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Im ersten Halbjahr 2026 kam es der DB Regio zufolge zu 989 Übergriffen auf Mitarbeitende. Darunter waren 781 Fälle etwa von Schubsen oder Bespucken sowie 185 Fälle versuchter Körperverletzung. „Leider waren auch 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Opfer schwerer Körperverletzungen“, hieß es. Unvergessen bleibe der Tod des Zugbegleiters Serkan Calar, der im Februar in der Pfalz von einem Fahrgast ohne Ticket tödlich verletzt worden war.

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Bei einer aktivierten Bodycam können die Beschäftigten zusätzlich zum Bild auch Ton aufzeichnen. Die Deutsche Bahn verspricht sich davon eine deeskalierende Wirkung und eine bessere Aufklärung von Straftaten. Nach der Pilotphase soll die Tonaufzeichnung schrittweise bundesweit eingeführt werden. Der hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit ist der Bahn zufolge in den Prozess eingebunden.

lro/dpa