Muss die Deutsche Bahn ihr Angebot bald einkürzen? Mit Blick auf die hohen Trassenpreise hat Bahnchef Richard Lutz vor Einschnitten im Bahnangebot gewarnt. Er bekräftigte zudem seine Forderung nach einer Trassenpreisreform.
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„Die Trassenpreise sind in den letzten Jahren im Fernverkehr und im Güterverkehr überproportional gestiegen, alleine in diesem Jahr zwischen 15 und 20 Prozent“, sagte Lutz der „Welt am Sonntag“. „Diese Unwucht muss durch eine Reform bereinigt werden“, forderte er. So stehe es auch im Koalitionsvertrag.
Schienenmaut wird durch InfraGo erhoben
Bei den sogenannten Trassenpreise handelt es sich um eine Art Schienenmaut, also eine Gebühr für die Nutzung des Schienennetzes, die alle Verkehrsunternehmen an den Infrastrukturbetreiber zahlen müssen. Diese Trassenpreise werden von der Infrastruktursparte der Bahn, der InfraGo, erhoben.
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Ein Ausgleich der steigenden Kosten durch höhere Ticketpreise ergebe keinen Sinn, „weil wir dann zu viel Menge verlieren“ und Umsatz und Ergebnis sinken würden, sagte Lutz. „Deshalb würde es in einem solchen Szenario vor allem um Angebotsreduzierungen gehen, um die notwendigen Kosteneinsparungen zu realisieren.“
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Wenn die politischen Rahmenbedingungen es nicht hergäben, „müssen wir uns in den marktwirtschaftlich und wettbewerblich organisierten Märkten auf jene Verkehre beschränken, die eigenwirtschaftlich darstellbar sind“, sagte Lutz.
AFP/jle





