Spritpreise

Tanken: Massive Preisunterschiede innerhalb Deutschlands

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Fünf Tipps, um Sprit zu sparen

Fünf Tipps, um Sprit zu sparen

Die Inflation lässt auch die Spritpreise stark steigen. Wir geben Tipps, wie man Sprit spart.

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Innerhalb Deutschlands gibt es große Spritpreisunterschiede. Bis zu 27 Cent liegen zwischen den günstigsten und teuersten Regionen.

Berlin. Wer in Bayern tankt, zahlt derzeit am meisten. In Berlin und Bremen hingegen kann gespart werden und in Stuttgart ist es vor allem für Benziner besonders günstig.

Das Bundeskartellamt ermittelt Unterschiede von bis zu 27 Cent den Liter in Deutschland für Superbenzin E5, wie es mitteilte. Bis zu 24 Cent Unterschied sind es beim Diesel. Schon 100 Kilometer können einen entscheidenden Unterschied machen.

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Spritpreise: 100 Kilometer machen großen Unterschied

Vor allem im Süden Bayerns zahlten Autofahrer demnach am vergangenem Montag durchschnittlich zwischen 2,19 und 2,20 Euro pro Liter E5. Am günstigsten war es in Teilen Berlins, Stuttgarts und Bremens. Hier zahlte man zum Teil 1,93 bis 1,96 Euro pro Liter.

Überraschend waren vor allem die niedrigen Spritpreise in Baden-Württemberg. Zwischen den teuren Preisen in Bayern und dem günstigen Stuttgart liegen nur 100 Kilometer.

Auch die Dieselpreise waren in Bayern größtenteils am teuersten in Deutschland. Am höchsten waren die Preise südlich von München mit fast 2,28 Euro der Liter. Sparen konnten Dieselfahrer in Bremen und Teilen Berlins. Sie zahlten knapp 2,04 Euro pro Liter. Superbenzin war hingegen in Baden-Württemberg teuer.

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Spritpreise nach Tankrabatt wieder gestiegen

Die Spritpreise sind nach Ende des Tankrabatts wieder angestiegen. „Die Branche führt vor allem Knappheiten und Kostensteigerungen ins Feld“, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Bestimmte Umstände wie der Abbau von Raffineriekapazitäten in der Pandemie, der Wegfall von Importen aus Russland, Ausfälle von Raffinerien, Transportprobleme wegen des Niedrigwassers und der Wiederanstieg der Nachfrage, müsse man berücksichtigen.

„Ob die Preisentwicklung und der nach wie vor große Abstand zu den Rohölpreisen dadurch hinreichend erklärt werden kann, dem gehen wir in unserer Untersuchung der Raffinerie- und Großhandelsebene nach“, so der Kartellamts-Präsident. Im Herbst soll es die ersten Ergebnisse geben.

Mundt äußerte sich zurückhaltend zu Untersuchungen, die zuletzt auf Basis von Vergleichen mit den französischen Spritpreisen ergeben hatten, dass die Steuersenkung in erheblichem Umfang weitergegeben worden sei.

„Ein solcher Ländervergleich liefert durchaus hilfreiche Hinweise, kann aber die unterschiedlichen Wettbewerbssituationen in den beiden Ländern nicht abschließend bewerten“, sagte Mundt. Das Kartellamt stelle dazu auch eigene Berechnungen an. (dpa/ari)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.