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Landesbank Berlin steigert ihren Gewinn deutlich

Nach roten Zahlen 2011 hat die Landesbank Berlin im vergangene Jahr wieder kräftig Gewinn gemacht. LBB-Chef Evers dämpft jedoch die Erwartungen an 2013 - wegen der Niedrigzinsphase und weiteren Umbaus.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / picture-alliance/ dpa

Die Landesbank Berlin hat ihren operativen Gewinn 2012 etwa verdreifacht. Das Vorsteuerergebnis stieg auf 117 (Vorjahr: 41) Millionen Euro, wie das sparkasseneigene Institut am Donnerstag zur Bilanz-Pressekonferenz mitteilte. Die LBB habe das fünfte Jahr der Krise gut gemeistert, sagte Konzernchef Johannes Evers. „Gleichzeitig sind wir beim Umbau der Bank ein wesentliches Stück vorangekommen.“

Auch nach Steuern kehrte die Bank mit 99 Millionen Euro wieder in die Gewinnzone zurück. Denn 2011 war die LBB erstmals seit 2003 wieder in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Nettoverlust von 79 Millionen Euro verbucht. Für das laufende Jahr erwartet Evers wegen des weiteren Umbaus und der Niedrigzinsphase weniger Gewinn als 2012.

Tochter Berlin Hyp soll zentralen Immobilienfinanzierer werden

Der Konzern habe die erfreuliche Marktentwicklung genutzt, um den Abbau von Risikoaktiva und nicht mehr strategiekonformen Beständen zu verstärken. Wegen der schärferen Eigenkapitalanforderungen der Regulierer soll die LBB auf der Eigenkapitalseite bis 2014 um 750 Millionen Euro entlastet werden. Die Bank erreichte nach eigenen Angaben ihr Ziel, bis Ende 2012 Eigenkapital in Höhe von 500 Millionen Euro freizusetzen.

Die LBB wird nach dem Willen der Sparkassen-Eigner ihr Kundenkapitalmarktgeschäft und ihr Fonds-Geschäft an die DekaBank abgeben. Die Immobilientochter Berlin Hyp soll zum eigenständigen und zentralen Immobilienfinanzierer der gut 420 deutschen Sparkassen ausgebaut werden. Am Ende der Neuausrichtung wird die LBB zur Hauptstadtsparkasse geschrumpft sein – der Name Landesbank wird dann verschwinden.