Agrarmesse

Deutschlands Bauern optimistisch vor Grüner Woche

Am Freitag beginnt in Berlin die Grüner Woche. Dazu werden 1624 Aussteller aus 59 Ländern erwartet. Die deutschen Bauern zeigen sich vor der Messe angesichts weltweit steigenden Nachfrage zuversichtlich.

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Vor der weltgrößten Agrarmesse Grüne Woche zeigt sich die Branche optimistisch. „Aus der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Landwirtschaft gestärkt hervorgegangen“, zitierte die Messe am Mittwoch Bauernpräsident Gerd Sonnleitner. „Der Umsatz wächst kontinuierlich und auch die Zahl der Beschäftigten.“ Die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Energie stimme die Landwirte zuversichtlich.

Die Branche in Deutschland sei von bäuerlichen Betrieben geprägt, die Ressourcen schonten und den Tierschutz und die Lebensmittelsicherheit sicherstellten, hob Sonnleitner hervor. In den vergangenen Tagen hatte es wachsende Kritik an der Massentierhaltung gegeben.

Die Lebensmittelbranche steht unterdessen unter dem Druck gestiegener und stark schwankender Rohstoffpreise, wie Jürgen Abraham, Chef der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie laut Redemanuskript sagte. Er bekräftigte seine Ankündigung, dass die Lebensmittelpreise in diesem Jahr um drei bis vier Prozent zulegen werden. Im vergangenen Jahr habe es ein Plus von 2,8 Prozent gegeben.

Die Grüne Woche beginnt an diesem Freitag in Berlin. Bis zum 29. Januar zeigen 1624 Aussteller aus 59 Ländern ihre Produkte aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau. Die Ausstellerzahl liegt damit etwas niedriger als im Vorjahr (1632). Den Schwerpunkt sehen die Veranstalter in diesem Jahr in der Regionalität.