Bonität

Moody's bestätigt Bestnote Frankreichs

Frankreichs Anleihen werden von Moody's weiterhin mit Triple-A bewertet. S&P hatte am Freitag Frankreich und acht andere Euro-Staaten abgewertet.

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Die Ratingagentur Moody's sieht Frankreich bei der Kreditwürdigkeit weiter in der Top-Kategorie AAA. Die Ankündigung der US-Agentur erfolgte drei Tage, nachdem die Konkurrenzagentur Standard & Poor's Frankreich die Bestnote aberkannt und das Land auf AA+ herabgestuft hatte. Moody's hält zunächst auch an der stabilen Perspektive Frankreichs fest, will die Einschätzung aber bis Ende März erneut prüfen.

Moody's sorgt bei der Bewertung für Transparenz. Die Ratingagenturen gibt für Frankreich Stärken und auch Herausforderungen an, um der AAA-Kreditwürdigkeit weiter gerecht zu bleiben. Zu den Stärken zählt die große, reiche und diversifizierte Wirtschaft, eine kompetente Behördenlandschaft, ein starker, sozialer Zusammenhalt, ein innovatives Schuldenmanagement sowie wichtige Reform-Initiativen, besonders im öffentlichen Sektor und bei Renten.

Als Herausforderungen, die Frankreich meistern muss, nennt Moody's die hohen Staatsausgaben, das vergleichsweise hohe Defizit und die Schulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt sowie mögliche weitere Verpflichtungen durch einer Verschlimmerung der Euro-Schuldenkrise.

Die dritte Ratingagentur, das von französischen Eignern dominierte Unternehmen Fitch, hatte bereits vor einer Woche mitgeteilt, dass Frankreich in diesem Jahr nicht herabgestuft werde. Lediglich eine dramatische Verschärfung der Euro-Krise könne an dieser Einschätzung etwas ändern, sagte eine Sprecherin. S&P hatte am Freitag zusammen mit Frankreich auch acht weitere Euro-Länder herabgesetzt , Deutschland behielt aber seine Bestnote AAA. Frankreich ist zusammen mit Deutschland Hauptgarantiegeber des Euro-Rettungsfonds EFSF.