Neue Studie

Gutes Zeugnis für Berlin als Industriestandort

Die Hauptstadtregion hat das Potenzial, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Wertschöpfung in der Region zu steigern, sagen Technologie-Experten. Die gesamte Hauptstadtregion sei eine exzellente Wissenschafts- und Forschungslandschaft.

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Experten haben vor dem Hintergrund einer neuen Studie über Turbomaschinen auf die bedeutende Rolle der Hauptstadtregion als Industriestandort hingewiesen. Mit über 8.000 Arbeitsplätzen und einem Jahresumsatz von 1,8 Milliarden Euro sei die Turbomaschinenindustrie inklusive Zulieferer ein wichtiger Bestandteil des Zukunftsfelds Energietechnik in Berlin-Brandenburg, sagte am Mittwoch ein Sprecher der privaten Technologiestiftung Berlin (TSB), die die Studie in Auftrag gegeben hatte. Turbomaschinen wandeln Wärme in Drehbewegungen um und werden unter anderem als Flugzeug- oder Kraftwerksturbinen eingesetzt.

„Der Markt der Turbomaschinen wächst. Die Hauptstadtregion hat das Potenzial, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Wertschöpfung in der Region zu steigern“, sagte Christian Hammel, Leiter des Bereichs Technologie und Innovation bei der TSB und Herausgeber der Studie. Mit den Unternehmen Alstom, MAN, MTU, Rolls-Royce und Siemens seien gleich fünf führende Turbomaschinenhersteller in Berlin-Brandenburg vertreten. Die Region sei sogar Europas größter Produktionsstandort für Gasturbinen.

„Der Bereich der Turbomaschinen zeigt exemplarisch das große Potenzial der Hauptstadtregion“, sagte Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke). Die exzellente Wissenschafts- und Forschungslandschaft gebe Impulse für technologische Innovationen, die zum Wachstumsmotor für Berlin und Brandenburg würden. Allerdings müsse künftig noch mehr getan werden, um Forschung und Entwicklung der Industrieunternehmen besser zu vernetzen.