Rangliste

Das sind die 100 wertvollsten Marken der Welt

Coca-Cola bleibt die teuerste Marke der Welt. Mit 68,73 Milliarden Dollar ist sie in etwa so viel wert wie das Bruttoinlandsprodukt Kroatiens. Die wertvollste deutsche Marke bleibt Mercedes. Zum ersten Mal in der Geschichte des Rankings verlieren die Marken allerdings an Wert – teilweise bis zu 50 Prozent.

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Zum zehnten Mal in Folge ist der Markenname Coca-Cola der wertvollste Name der Welt. Mit 68,73 Milliarden Dollar ist der Wert der Marke in etwa so hoch ist wie das Bruttoinlandsprodukt Kroatiens, das 69 Milliarden Dollar beträgt. Auf den nächsten Plätzen tummeln sich IBM und Microsoft mit 60,21 Milliarden beziehungsweise 56,65 Milliarden. Das geht aus der Studie "Best Global Brands 2009" der Beratungsgesellschaften von Interbrand und Zintzmeyer & Lux hervor. Der Markenwert entspricht dabei dem Wert der in Zukunft zu erwartenden Erträge, die ausschließlich der Präsenz der Marke zuzurechnen sind.

Auch im Länderranking räumen die amerikanische Marken ab und befinden sich auf Platz eins. Acht von ihnen sind unter den Top Ten vertreten und mit 51 Marken stellen sie mehr als die Hälfte des Rankings. Deutschland stellt mit elf Marken aber die zweitgrößte Gruppe. Hier dominieren vor allem die Automarken. Mercedes befindet sich als beste deutsche Marke auf Platz zwölf mit einem Wert von 23,87 Milliarden knapp vor BMW, die auf Rang 15 mit 21,67 Milliarden liegen. Aber auch VW, Audi und Porsche finden sich im Ranking wieder. Den stärksten Wertzuwachs hat Adidas mit sechs Prozent, die sich von Platz 70 auf Platz 62 verbessern. Andere deutsche Vertreter sind zum Beispiel Siemens auf Rang 47 oder Neueinsteiger Puma mit Rang 97. Wertvollster europäischer Vertreter ist Nokia auf Rang fünf mit 34,86 Milliarden.

Allerdings ist zum ersten Mal seit zehn Jahren der Gesamtwert aller Marken um 4,6 Prozent gesunken. „Die 100 wertvollsten Marken konnten sich von der wirtschaftlichen Entwicklung nicht abkoppeln“, resümiert Nik Stucky, der für die Studie verantwortlich ist. „Das spiegelt sich auch im diesjährigen Ranking wieder. Im Vergleich zu dem Wertschöpfungsverlust, den die Wirtschaft in den betroffenen Ländern erlitten hat, ist das allerdings sehr wenig“, erklärt er. Die Verlierer 2009 kommen dabei wenig überraschend aus der Finanzbranche. UBS, Citi, American Express und Morgen Stanley verlieren zwischen 25 und 50 Prozent an Wert.

Als Gewinner fühlen darf sich wieder einmal Google. Die Internetsuchmaschine legt 25 Prozent an Wert zu und landet damit auf Platz sieben des Rankings. Aber selbst diese Wachstumsrate ist mickrig, wenn man sie den 44 Prozent aus dem vergangenen Jahr gegenüberstellt. Auch Amazon konnte den Wert seiner Marke mit 22 Prozent ordentlich steigern und verbesserte sich auf Rang 43.

In den Top Ten sind die Verhältnisse trotzdem relativ stabil geblieben, ihre Zusammensetzung hat sich nicht geändert, lediglich einige Platzwechsel gab es. „Dass sich in der Spitzengruppe des Ranking stets dieselben Namen finden, liegt daran, dass diese Marken eine hohe Kundenbindung aufgebaut haben. Sie sind fest in den Köpfen der Konsumenten verankert und folglich ist ihr Markenwert kaum Schwankungen unterworfen. So schaffen sie ihren ökonomischen Wert“, erklärte Stucky.