Milliardenwerte

Das sind die teuersten Marken der Welt

Mit gut 100 Milliarden Dollar ist Google einer Studie zufolge die wertvollste Marke der Welt. Zum dritten Mal in Folge sichert sich das Internet-Unternehmen damit auch 2009 den Spitzenplatz. Rang zwei belegt der Software-Riese Microsoft. Auch deutsche Unternehmen sind unter den Top-Marken.

Zum dritten Mal in Folge hat sich das Internet-Unternehmen Google den Spitzenplatz beim Markenranking "Brandz Top 100" von Millward Brown gesichert und baute dabei seinen Abstand aus. Der Suchmaschinen-Konzern besitzt demzufolge einen Markenwert von rund 100 Milliarden US-Dollar. Der Software-Riese Microsoft (76,2 Milliarden Dollar) und Softdrink-Hersteller Coca-Cola (67,6 Milliarden) belegen die Plätze zwei und drei.

"Handelsmarken werden in Zeiten der Rezession zu zentralen Vermögenswerten von Unternehmen", sagte Joanna Seddon, Vorstandschefin des Marktforschungsinstituts Millward Brown Optimor. Die Studie stützt sich den Angaben zufolge auf Finanzkennzahlen und Verbraucherbefragungen.

Die angespannte Lage der Weltwirtschaft wirbelt allerdings auch die Bewertung internationaler Marken durcheinander: Automobilhersteller, Banken und Versicherungen verloren der Studie zufolge an Markenwert. Chevrolet und Ford mussten im Vergleich zum Vorjahr 60 beziehungsweise 46 Prozent einbüßen. Toyota, BMW, Porsche, Mercedes und Volkswagen verloren zwischen 14 und 20 Prozent. 2008 noch auf Platz 42, schaffte es die Deutsche Bank 2009 nicht mehr unter die Top 100.


Die Einkaufsplattformen Amazon (plus 85 Prozent) und Ebay (plus 16 Prozent) sowie der Spielekonsolen-Hersteller Nintendo (neu auf Platz 31)verzeichneten dagegen überproportionale Wertzuwächse. Der Gesamtwert der Top-100-Marken erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um weitere zwei Prozent auf 1,95 Billionen Dollar.

Neun deutsche Marken – und damit eine mehr als im Vorjahr – schafften es unter die wertvollsten Hundert. Neben den Autoherstellern BMW (Platz 18), Porsche (35) und Mercedes (40) sind dies der Softwareriese SAP (19), Siemens (51), T-Mobile (63), die Post-Frachttochter DHL (68), der Discounter Aldi (74) und der Kosmetikhersteller Nivea (96). Die Forscher stellten insbesondere das Ergebnis von Aldi heraus: In wirtschaftlich angespannten Zeiten sparten viele Menschen auch bei Lebensmitteln, das richte den Blick auf Discounter.

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