Der Aufschwung auf den Werbemärkten hat dem Medienhaus Axel Springer ("Bild", Morgenpost Online) einen guten Start in das Jahr 2010 beschert. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Konzernumsatz um sieben Prozent auf 663,7 Millionen Euro. Der um nicht operative Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss legte um 77,4 Prozent auf 62 Millionen Euro zu, wie Axel Springer mitteilte. Die Rendite, bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), legte von 13 auf 18 Prozent zu. Das Ebitda betrug 119,2 Millionen Euro.
Unter dem Strich waren im Vorjahresquartal zwar 213 Millionen Euro ausgewiesen worden; dahinter standen aber zum einem großen Teil Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen an Regionalzeitungen.
Durch das Wachstum bei den digitalen Medien konnte Axel Springer rückläufige Erlöse in den Printsegmenten deutlich überkompensieren. Für das Gesamtjahr hob Axel Springer die Prognose an und rechnet mit einem deutlichen Umsatzplus.
„Axel Springer hat einen neuen Rekord für das Ergebnis eines ersten Quartals erreicht und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Das beweist: Die Transformation in die digitale Welt bietet für ein Inhalte-Unternehmen viel mehr Chancen als Risiken", sagte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner. Die sehr hohen Gewinnmargen der Zeitungen und Zeitschriften zeigten, dass der Abgesang auf das Print-Geschäft falsch sei.
dpa/DW



