Medien

Axel Springer AG baut das Online-Geschäft aus

Der Medienkonzern Axel Springer will seine Internet-Angebote ausbauen und die Umsätze aus diesem Geschäftsbereich in den kommenden zehn Jahren fast vervierfachen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Sparte am Gesamtumsatz bei 14 Prozent. Zur Beteiligung am Unternehmenserfolg erhält ein Teil der Mitarbeiter Gratisaktien.

Der Medienkonzern Axel Springer will sein Geschäft mit Online-Medien in den kommenden Jahren weiter deutlich ausbauen. „Wir wollen in spätestens zehn Jahren mindestens die Hälfte unseres Umsatzes und Gewinns mit digitalen Geschäften erwirtschaften“, sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner auf der Hauptversammlung in Berlin. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Sparte am Gesamtumsatz bei 14 Prozent.


Neben den Onlineauftritten der Zeitungen, wie etwa Morgenpost Online und bild.de, gehören heute darüber hinaus unter anderem das Immobilienportal immonet.de, das Preis- und Produktvergleichsportal idealo.de, das Frauenportal aufeminin.com sowie das Fußballportal transfermarkt.de zu Axel Springer. Daneben hält Springer unter anderem Minderheitsbeteiligungen an der Online-Stellenbörse stepstone.de und dem Internet-Buchhändler buecher.de.

Eine konkrete Geschäftsprognose für das laufende Jahr wollte Döpfner nicht geben. “Für das Jahr 2009 müssen auch wir uns auf ein extrem schwieriges Anzeigengeschäft und die Auswirkungen rezessiver Entwicklungen einstellen„, sagte er. Eine genaue Prognose wäre daher "unseriös„. “Natürlich werden wir in diesem Umfeld Rekordergebnisse sicher nicht wieder erreichen können“, räumte Döpfner allerdings ein.

Wie bereits bekannt, war das vergangene Jahr für das Verlagshaus mit rund 10.700 Mitarbeitern das erfolgreichste der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz sei um 5,8 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen. Der Konzernüberschuss habe bei 571 Millionen Euro gelegen, nach einem Verlust von 288 Millionen Euro im Jahr 2007. Die Aktionäre sollen daran mit einer um zehn Prozent auf 4,40 Euro erhöhten Dividende pro Aktie beteiligt werden.

Mit Gratisaktien und einem Beteiligungsprogramm will Axel Springer seine Mitarbeiter noch stärker am Erfolg des Unternehmens teilhaben lassen, wie Döpfner weiter ankündigte. An dem Programm könnten sich rund 8000 der 10.666 Mitarbeiter des Unternehmens beteiligen.

( dpa )