Der zweitgrößte Bankenzusammenbruch in den USA hat bei den Kunden für helle Aufregung gesorgt. Hunderte Verbraucher standen an den Schaltern der US-Hypotheken- und Bausparbank IndyMac an, um ihr Geld abzuheben. Die kalifornische Bank war von den Aufsichtsbehörden geschlossen worden. Sämtliche Bankgeschäfte von IndyMac wurden mit sofortiger Wirkung an die staatliche Bundeseinlagensicherung (FDIC) übertragen, die mit einer Belastung von vier bis acht Milliarden Dollar rechnet.
Unterdessen wurde in den USA Kritik an dem Hilfspaket für die ebenfalls angeschlagenen Hypotheken-Giganten Fannie Mae und Freddie Mac laut. „Es ist das falsche Signal“, sagte Joshua Rosner, von Graham, Fisher & Co in New York. Beobachter befürchten, dass mit den Hilfsmaßnahmen risikoreiches Verhalten großer Banken, deren Zusammenbruch die Regierung nicht riskieren kann, erst recht gefördert werden könnte.
Die beiden Hypothekenbanken können künftig Zentralbank-Kredite zu 2,25 Prozent Zinsen bekommen. Von diesen günstigen Konditionen profitieren sonst nur Handelsbanken und große Wallstreet-Firmen. Zudem hatte US-Finanzminister Henry Paulson angekündigt, sein Ministerium werde im Bedarfsfall Aktien der beiden halbstaatlichen Banken kaufen. Beide Schritte müssen vom Kongress gebilligt werden.
Reuters/phj












