Medizin

Legionellen-Infektion fordert fünftes Todesopfer

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In Um und Neu-Ulm sind inzwischen fünf Menschen an einer Legionellen-Infektion gestorben. Letztes Opfer des Erregers war eine hochbetagte Frau. Inzwischen haben die Behörden mehr als 60 infizierte Personen ausgemacht – die Hälfte von ihnen konnteallerdings das Krankenhaus schon wieder verlassen.

Die Zahl der Todesfälle durch die Legionellen-Erkrankungen in Ulm und Neu-Ulm (Bayern) hat sich auf fünf erhöht. Am Mittwochabend sei eine hochbetagte Frau gestorben, die zahlreiche Vorerkrankungen gehabt habe, teilten die Stadt Ulm und der Alb-Donau-Kreis mit.

Inzwischen seien den Gesundheitsbehörden mehr als 60 infizierte Personen bekannt. Die Zahl erhöhe sich aber nur noch, weil neue Laborergebnisse bekannt würden. Knapp die Hälfte der Erkrankten sei wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden.

Bei der Suche nach der Infektionsquelle gab es noch keine Fortschritte. Experten prüfen, ob eine Abluftwolke einer Kühlanlage vom Stadtrand die Krankheitserreger verbreitet haben könnte. Legionellen-Infektionen beginnen meist mit Husten und Fieber. Später kann es zu schweren Lungenentzündungen kommen.

Betroffenen Menschen mit entsprechenden Symptomen raten die Behörden, den Hausarzt aufzusuchen. Eine Übertragung der Legionellen-Erkrankung von Mensch zu Mensch ist den Angaben zufolge nicht möglich. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 2008 bundesweit mehr als 500 Fälle registriert, geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Je nachdem, wo die Krankheit erworben wurde, starben 6 bis 26 Prozent der Erkrankten.