Legionellen sind weltweit verbreitet. Sie gedeihen in warmem Süßwasser und können die Lungen von Menschen befallen, wenn zerstäubtes Wasser eingeatmet wird. Infektionsquellen sind daher häufig Klimaanlagen, Duschen, Whirlpools und andere Warmwassereinrichtungen, in denen Dampf oder Sprühnebel entsteht.

Die Infektion beginnt meist mit Husten, Durchfall und Fieber. Später kann es zu schweren Lungen- und Rippenfellentzündungen kommen. Legionellen im Magen-Darm-Trakt sind dagegen in der Regel harmlos. Deswegen kann Trinkwasser weiter unbedenklich verwendet werden.

Eine Übertragung der Legionellen von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Bekannt wurde die Legionärskrankheit 1976 durch zahlreiche Erkrankungen bei einem Treffen von Kriegsveteranen in einem Hotel in Philadelphia in den USA. Diese Fälle gaben der Krankheit ihren Namen.

Nach länger zurückliegenden Schätzungen des Berliner Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich rund 6000 Menschen in Deutschland an der Legionärskrankheit. Nur ein Bruchteil davon werde aber offiziell registriert.

Informationen des Robert-Koch-Instituts über Legionellose gibt es .

dpa/cl