Die US-amerikanische Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) hat in Barcelona eine Liste mit einem Dutzend Krankheitserregern vorgelegt, die aufgrund des Klimawandels in Regionen vordringen könnten, die bislang nicht zu ihren Verbreitungsgebieten zählten.
Dem Bericht zufolge stellen die Erreger eine "ernste Gefahr für Mensch und Tier" dar. Die Organisation plädiert dafür, die Mechanismen in der Natur genauer zu beobachten, um bessere Erkenntnisse zu erhalten, wie sich die Erreger unter den veränderten Umweltbedingungen bewegen.
Vogelgrippe, Ebola, Gelbfieber und Cholera sind einige bekannte Vertreter der in der Liste aufgezählten Krankheiten. Das "tödliche Dutzend" von Erregern sei jedoch nur ein Abbild einer Vielzahl von Infektionskrankheiten, denen der Mensch durch den Klimawandel zusätzlich ausgesetzt sind, heißt es weiter im Bericht. Krankheitserreger, die von Wildtieren stammen oder über sie transportiert werden, hätten sich in den letzten Jahrzehnten bereits weit verbreitet.
Die Gesundheit der Wildtiere stehe in direkter Beziehung zu den Ökosystemen, in denen sie leben, betont WCS-Präsident Steven Sanderson. Die genaue Beobachtung der Gesundheit der Tierwelt helfe bei der Voraussage, wo Probleme mit Krankheitserregern auch beim Menschen auftreten würden sowie bei der Planung entsprechender Gegenmaßnahmen.
Einige Initiativen seien bereits auf den Weg gebracht, so überwache die WCS etwa den Vogelgrippe-Virus auf seiner Wanderung mit den Zugvögeln. Wenn wir die aktuellen Veränderungen im Tierreich erkennen, könne uns das die Augen öffnen, um den Klimawandel nicht nur als Abschmelze der Gletscher und Eisberge zu sehen, appelliert die Naturschutzorganisation.
oc





