Stonewall Gala

Theatralischer Auftritt von Conchita Wurst am CSD-Vorabend

Am Vorabend des Christopher Street Day hatte der Berliner CSD e.V. zur „Stonewall Gala“ geladen. Stargast war Conchita Wurst, die den Ehrenpreis verliehen bekam. Per Video meldete sich Roland Emmerich.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Theatralischer hätte ihr Auftritt kaum sein können: In glamouröser Abendrobe schritt sie im Sonnenschein über den Vorplatz des Deutschen Theaters in Mitte, während ein Herrenchor die Gesangsdiva mit einem kraftvollen „Somewhere over the Rainbow“ begrüßte. Ein angemessener Auftritt von Conchita Wurst, dem Stargast der ersten „Stonewall Gala“ des Berliner CSD e.V., am Vorabend des Christopher Street Days in Mitte.

Bei der glamourösen aber auch überaus politischen Veranstaltung wurden am Freitagabend Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet, die sich für die Rechte von Schwulen, Lesben und anderen Minderheiten einsetzen. Seit diesem Jahr trägt der Preis offiziell den Titel „Soul of Stonewall Awards“. Und natürlich bekam die österreichische Sängerin Conchita Wurst, die kürzlich mit ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest weltweite Bekanntheit erlangt hatte, als Ehrengast auch den Ehrenpreis verliehen. „Ihr Erscheinungsbild polarisiert und provoziert das heteronormative Auge“, so die Begründung der Veranstalter.

Durch die Gala führte der Kabarettist und Moderator Ingo Appelt, der eine Videobotschaft des Hollywood-Regisseurs Roland Emmerich, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, mitgebracht hatte. „Ich schicke euch Grüße nach Berlin und möchte im nächsten Jahr dabei sein“, so Emmerich. Aktuell dreht er einen Film über Anfänge der Kämpfe für die Rechte von Schwulen und Lesben, die im Jahr 1969 im Lokal „Stonewall Inn“ in der Christopher Street in New York begonnen haben.