CSD

Christopher Street Day in Berlin 2014 - Termine & Route

Am 21. Juni zieht die Straßenparade des Christopher Street Day durch Berlin. Hier finden Sie die wichtigsten Termine und den Routenverlauf beim CSD.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Provokative Kleidung, laute Musik und fröhliche Stimmung - Beim Christopher Street Day machen sich Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle in ausgelassener Atmosphäre für ihre Rechte stark. In diesem Jahr findet die Pride Parade am Sonnabend, 21. Juni, statt und es werden mehr als 500.000 Besucher erwartet.

Ab 12.30 Uhr ziehen der bunte Straßenzug und die Mottowagen vom Kurfürstendamm/Ecke Olivaer Platz vorbei am Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, Lützowplatz, und dem Großen Stern zur Siegessäule. Auf der Strecke zwischen Siegessäule und Hofjägerallee soll das CSD-Finale stattfinden.

In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto „LGBTI*-Rechte sind Menschenrechte“. Das Gelände und die Stände sind ab 14 Uhr geöffnet. Das reguläre Bühnenprogramm auf der Hauptbühne, der Café Fatal Bühne und der Lesbenbühne beginnt ab 16.30 Uhr. Alle Bühnen beenden ihr Programm um Mitternacht. Mit dabei sind unter anderen die DJs Dickey Doo, George Morel und Tami Bibring. Moderiert wird die Veranstaltung auf der Hauptbühne von Eybe Ahlers und Ole Lehmann.

Im Zeitraum von 21 bis 24 Uhr wird im Pride Village in der L-Fußball-Lounge das FIFA-WM-Spiel Deutschland gegen Ghana auf mehreren TV-Schirmen übertragen.

Parallel zum großen Umzug des Christopher Street Day veranstaltet das Aktionsbündnis CSD eine weitere Parade. Diese startet um 12 Uhr mit einem Protest in der Axel-Springer-Straße in Mitte vor der Botschaft Ugandas. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird diesen Zug eröffnen. Dann zieht die Parade über den Spittelmarkt und die Französische Straße zur Straße Unter den Linden. Weiter geht es über die Behrenstraße in die Wilhelmstraße, wo vor der russischen Botschaft demonstriert wird, und von dort zum Potsdamer Platz. Danach geht es zur Bülowstraße und endet in der Motzstraße Ecke Eisenacher Straße, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Dritte Parade soll in Kreuzberg starten

Eine dritte Parade, der Kreuzberger CSD, startet am Sonnabend am Oranienplatz und endet direkt wieder am Heinrichplatz. Schon am Freitag gibt es einen ersten CSD-Zug, den Dyke March, der um 19.30 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Tor in Friedrichshain startet. Von dort ziehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Warschauer Brücke zum Schlesischen Tor, Schluss ist am Kottbusser Tor.

Das Finale der CSD Parade wird wieder von Bob Young organisiert. „Oft bekommen wir zu hören: Was soll das? Halb nackte, feiernde Menschen?“, sagt der Partyveranstalter. „Aber nur weil man feiert, heißt es nicht, dass es nicht politisch sein kann.“ Das Motto des CSD-Finales in diesem Jahr: Wir sind überall in der Gesellschaft. „Denn wir sind Nachbarn, Ärzte, Mütter und Familie“, erklärt Young.

Verfolgen kann man den Christopher Street Day auch im Livestream im Radio, zwischen 13.30 Uhr und 15.30 Uhr auf www.rbb-online.de, www.radioeins.de und www.fritz.de .Von 14 bis 18 Uhr überträgt Radioeins die Sendung „Radioeins im Queerformat“ live vom Christopher Street Day. Die Berliner Morgenpost berichtet online mit einem Liveticker.

Am Abend findet im GMF die offizielle CSD-Abschlussparty statt. Um 23 Uhr öffnen das Café Moskau und der Avenue Club (Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin). Acht DJs spielen auf drei Tanzflächen.

Erinnerung an brutalen Polizeieinsatz in New York

Der Christopher Street Day soll an die brutalen Polizeieinsätze gegen die Homosexuellen-Szene in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969 erinnern. Damals kam es vermehrt zu gewalttätigen Razzien in der von Homosexuellen stark frequentierten Kneipe „Stonewall Inn“. Diese führten wiederum zu heftigen Straßenkämpfen.

Noch bevor Sonnabend die CSD-Parade mit vielen Hunderttausend Menschen durch die Straßen von Berlin zieht, findet am Vorabend am Freitag die Stonewall Gala des Berliner CSD e.V. statt. Dieses Jahr ist das Deutsche Theater Schauplatz der Veranstaltung, die erstmals direkt am Wochenende der Demonstration abgehalten wird. Ab 20 Uhr erwartet die rund 600 Gäste der Gala ein Programm mit Musik, Performances und politischen Inhalten.

>> Das Programm der Stonewall-Gala im Einzelnen <<