TV-Moderatorin

Model Eva Padberg geht den Weg vom Laufsteg ins Fernsehen

In „InStyle – Das TV-Magazin“ dreht sich 45 Minuten lang alles um Mode, Schönheit und Prominente. Eine Welt, in der Moderatorin und Model Eva Padberg seit Langem zu Hause ist.

Foto: Krauthoefer

Wie sie so da sitzt – Beine lässig übereinander geschlagen, Kopf aufs Kinn gestützt – und liebenswürdig vor sich hin plaudert, würden viele Frauen Eva Padberg sofort als beste Freundin haben wollen. Das Model ist authentisch, hat eine sympathische Ausstrahlung. Eigenschaften, die Padberg auch in ihrer Sendung „InStyle – Das TV-Magazin“ nutzt, die seit Juni 2013 auf dem Frauensender Glitz läuft. Dort zeigt sie einmal im Monat ihre persönlichen Berliner Hotspots und stellt die neuesten Modetrends vor.

In der 45 Minuten langen Sendung dreht sich alles um Mode, Schönheit und Prominente – eine Welt, in der Topmodel Padberg schon seit Langem zu Hause ist. Mittlerweile auch immer häufiger als Moderatorin. „Modeln und Moderieren sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Als Model habe ich vielleicht weniger Angst vor der Kamera, trotzdem ist es immer wieder komisch, sich im Fernsehen zu sehen“, sagt Padberg.

Hoscheks Mode erinnert an den Stil der 40er- und 50er-Jahre

Von etwaigen Unsicherheiten ist während des Drehs allerdings nichts zu erkennen. Selbstsicher befragt Padberg beispielsweise Designerin Lena Hoschek in deren neuem Showroom im Charlottenburger Westend. Padberg in gelber Seidenbluse und heller Lederhose, Hoschek in einem für sie typischen figurbetonten Kleid aus eigener Kreation. Hoscheks Mode ist sehr weiblich und erinnert an den Stil der 40er- und 50er-Jahre.

Ein Stil, der von ihr aber auch gerne mit punkigen Elementen kombiniert wird. „Ich finde, weiblich ist nicht nur rosa und kitschig, sondern auch stark. Natürlich hat man nicht jeden Tag nur High Heels an. Springerstiefel zum Kleid schließen sich für mich nicht aus“, sagt Lena Hoschek. „Ich bin Feministin im selbstverständlichen Sinne, nicht im aggressiven.“

Für „InStyle – Das TV-Magazin“ sprechen die beiden über Hoscheks Inspirationsquellen, aber auch über Persönliches. Immer wieder erzählt Padberg dabei auch von sich selbst. Sie lässt die Zuschauerinnen an sich heran, von zickigen Model-Attitüden ist sie weit entfernt. Hin und wieder blitzt sogar die Sprache ihrer thüringischen Heimat hervor.

„Ich habe das Gefühl, es gut unter Kontrolle zu haben, wie nah ich die Öffentlichkeit an mich heranlasse“, sagt Padberg. Sie habe aber auch immer Glück gehabt. „Seltsame Schlagzeilen über mich gab es bisher nicht. Vielleicht auch, weil ich immer sehr ehrlich bin. Ich könnte nicht irgendwelche Geschichten über mich erfinden und künstlich aufblasen.“ Padbergs Karriere verlief wohl auch deshalb bisher skandalfrei.

Im September erschien Eva Padbergs viertes Album

Mit ihrem Mann, Niklas Worgt, einem Elektromusiker, ist Eva Padberg bereits seit Jugendzeiten zusammen. Ihr Rezept für eine stabile Beziehung in einer Welt, in der hinter jeder Ecke die nächste Verlockung wartet: „Wir versuchen, uns als Paar nicht so ernst zu nehmen und einander immer Freiräume zu lassen. Außerdem verbindet uns unsere Musik. Es ist wichtig, so ein gemeinsames Ding zu haben“, sagt sie. Unter dem Namen Dapayk & Padberg veröffentlichten die beiden im September 2013 ihr bereits viertes Album „Smoke“.

Zu Silvester treten Padberg und Worgt im Berliner Club „Weekend“ auf. Abseits des beruflichen Glamours geht es bei Padberg bodenständig zu. Vor Kurzem hat sie sich mit ihrem Mann ein Haus in der Uckermark gekauft. Sie liebt das Landleben. Viel dreht sich dabei um Essen, was man der grazilen Schönheit aber keinesfalls ansieht.

„Essen ist ein ganz wichtiger Teil meines Lebens. Das hat sich vor allem durch das viele Reisen entwickelt. Dort habe ich so viele unterschiedliche Sachen probieren können“, sagt Padberg. Sie koche viel und gerne.

Über ihre Aussage in einem Interview, dass sie keinen Sport machen würde, kann sie mittlerweile nur lachen. „Das muss ein altes Interview sein. Ich mache inzwischen viel Sport“, sagt sie. Allerdings müsse sie jedes Mal ihren inneren Schweinehund überwinden. „Ich hoffe, das hört irgendwann auf“, sagt Padberg. Das bevorstehende Weihnachtsfest verbringt das Model wie viele andere Menschen auch im Kreis der Familie.