„Cloud Atlas“

Fan-Alarm für Halle Berry und Tom Hanks am Potsdamer Platz

| Lesedauer: 2 Minuten
Nina Heitele

Tom Hanks und Halle Berry feiern in Berlin die Europapremiere von Tom Tykwers „Cloud Atlas“. Es ist der teuerste deutsche Film aller Zeiten.

Die großen Leinwanddramen kommen aus Hollywood, die kleinen, unscheinbaren Kunstfilme aus der Heimat – in Filmkreisen gilt das als ungeschriebenes Gesetz. Dass es auch anders gehen kann, beweisen der Wuppertaler Regisseur Tom Tykwer („Das Parfum“) und das filmende Geschwisterpaar Lana und Andy Wachowski („Matrix“-Trilogie) mit ihrem Mammutprojekt „Cloud Atlas“.

Für die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Schriftsteller David Mitchell holten sie Hollywood-Stars wie Tom Hanks, Halle Berry und Hugh Grant an die Spree und schufen mit ihnen ein dreistündiges Filmepos, das sechs verschiedene Schicksale behandelt, einen Zeitraum von 500 Jahren umfasst und mit Produktionskosten von über 100 Millionen Dollar aktuell als teuerster deutscher Film aller Zeiten gilt.

Ein Abend der Superlative bot sich auch jenen Gästen, die am Montagabend zum Potsdamer Platz kamen, um „Cloud Atlas“ schon vor dem Kinostart am 15. November zu erleben. Nicht nur, dass der rote Teppich der Europapremiere als „extralang“ angepriesen worden war – auch die Gästeliste hatte zuletzt stattliche Ausmaße angenommen: Für die Vorführung des Films, der mit Liebe, Tod und Erlösung drei der wohl größten Themen der Menschheit behandelt, gaben sich neben dem Regie-Trio und einem Gros seiner Filmstars auch prominente Filmliebhaber wie Schauspielerin Iris Berben, Katja Eichinger, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit oder Regisseur Dani Levy die Ehre.

Jubel trotz TV-Kritik

Mit den lautesten Jubelschreien der Fans wurden natürlich die Auftritte der Hauptdarsteller Tom Hanks und Halle Berry quittiert. Am Sonnabendabend hatten die beiden noch auf der „Wetten, dass..?“-Couch gesessen – und nach ihrem TV-Auftritt charmant kritisiert, die ZDF-Show sei ihnen nicht nur endlos vorgekommen, auch das Konzept habe ihnen viele, viele Rätsel aufgegeben.

Auf dem roten Teppich präsentierten sich die Oscar-Gewinner dagegen bestens gelaunt. „Ich freue mich, meine Berlin-Crew wiederzusehen“, so der 56-jährige Hanks. Am Set habe er sich manchmal wie ein kleiner Junge gefühlt. „Lana und Andy waren wie Mama und Papa für uns.“

Heimelige Gefühle hatte auch Halle Berry. „Nach Berlin zurückzukommen, ist wie nach Hause zu kommen“, sagte die 46-Jährige, die sich für ihre Fans besonders viel Zeit nahm. Fast zu lange hielt sich Tom Tykwer auf. Als er den Teppich als Letzter verließ, hatte sein Film laut Zeitplan bereits angefangen. Für ihn sei die Premiere in Berlin besonders emotional. „Im Kino kenne ich wahrscheinlich fast jeden“, sagte er. Hugh Grant hatte seine Teilnahme an der Premiere überraschend abgesagt.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos