Kinopremiere

Henry Hübchen feiert seinen "Uranberg" in Berlin

Henry Hübchen spielt in dem deutschen Nachkriegsdramas "Der Uranberg" eine Hauptrolle. Der Film machte den Schauspieler bei der Premiere in Berlin ganz nachdenklich.

Foto: Michael Brunner

Die Kälte, in der die Berliner gerade wieder bibbern, sie passt zur Premiere von „Der Uranberg“, die am Dienstagabend in Anwesenheit der Hauptdarsteller Henry Hübchen (63, „Alles auf Zucker!"), Vinzenz Kiefer (32, „Der Baader Meinhof Komplex“) und Nadja Bobyleva (27, „Der Freund meiner Mutter“) im Kino Babylon Mitte stattfand.

Denn das deutsche Nachkriegsdrama, das am Donnerstag in die Kinos kommt, ist ein in kühlen Bildern und als Liebesgeschichte inszeniertes Nachkriegsdrama. Die Atombombe soll gebaut werden, der Kalte Krieg hat längst begonnen.

Eine Geschichte aus den frühen Tagen des geteilten Deutschlands, die Henry Hübchen auch bei seiner Premiere wieder nachdenklich stimmte. Er wuchs in der DDR auf. „Die ostdeutsche Antwort auf Marcello Mastroianni“, so betitelte ihn der Stern, hatte 1966 sein Debüt im ersten Defa-Film „Die Söhne der großen Bärin“. Ganz so lange ist Vinzenz Kiefers erster Film nicht her, doch auch er wusste schon immer um seine wahre Bestimmung und ist stolz, hier zum ersten Mal in einer Kinohauptrolle zu sehen zu sein. Er kam ohne Freundin Josefine Preuß („Türkisch für Anfänger“), erzählte aber auch viel lieber von seiner Kindheit und Jugend in Hessen, wo er dank seines dort einst stationierten, amerikanischen Großvaters in die Läden der Alliierten kam und sich die Levi's Jeans günstiger kaufen konnte.