Ölkatastrophe

Brad Pitt spricht von Todesstrafe für BP-Chefs

Hollywoodstar Brad Pitt hat seinem Ärger über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko Luft gemacht und scharfe Kritik an den Verantwortlichen von BP geübt. In einer TV-Dokumentation sprach er sogar von der Todesstrafe.

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Eigentlich gehört Brad Pitt (46) zu den friedvollen Vertretern in Hollywood. Er ist immer gut drauf, gibt sich zuvorkommend und höflich in Interviews und sorgt sich liebevoll um seine sechs Kinder. Als Schauspieler hat er bereits eine steile Karriere hinter sich, privat setzt er sich verstärkt für humanitäre Projekte ein, um dem Elend der Welt zumindest ein bisschen entgegen zu wirken.

Von daher ist es eigentlich kein Wunder, dass Brad Pitt in der TV-Dokumentation „If God is Willing and Da Creek Don’t Rise“ von Spike Lee (53) seinem Missmut über die aktuelle Situation im Golf von Mexiko Ausdruck verleiht und die Verantwortlichen von BP offensiv angreift, die Heftigkeit überrascht aber doch: „Ich war nie zuvor in meinem Leben für die Todesstrafe – ich bin bereit, meine Meinung zu überdenken.“ Damit bezieht sich der Star auf die Explosion der Bohrinsel am 20. April dieses Jahres und die verheerenden Konsequenzen.

Die Dokumentation des afro-amerikanischen Regisseurs sollte sich ursprünglich um die Auswirkungen des Hurricanes Katrina drehen, der vor fünf Jahren New Orleans verwüstete. Brad Pitt hatte damals mit seinem Projekt „Make it right“ ganze Arbeit beim Wiederaufbau der Stadt geleistet und viel Geld investiert. Lee hatte das Engagement des sechsfachen Familienvaters in seinem Film thematisiert.

Da Lee nun aber von dem Verhalten der BP-Verantwortlichen und dem Ausmaß der Verschmutzung im Golf von Mexiko so schockiert war, entschied er, dass „If God is Willing and Da Creek Don’t Rise“ sich nicht nur mit Katrina beschäftigen kann, sondern ebenso über die Ölkatastrophe aufklären muss. Kurzerhand schrieb der 53-Jährige daraufhin sein Drehbuch um und verlagerte den Schwerpunkt in seinem Film noch einmal neu. Pitts Kommentar steht am Ende der vierstündigen Dokumentation, die übrigens am heutigen Dienstag in den USA ausgestrahlt wird.